Aarau
Neuer Anlauf mit Überbauung am Gönhardweg

Die 13 Häuser sind gebaut. Nun müssen aber auch noch die letzten Häuser verkauft werden. Seit Anfang Februar vermarktet die vierte Immobilienfirma die Überbauung auf der Hugglerwiese.

Sabine Kuster
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So sahen die Häuser früher aus
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...und so sehen die Häuser heute aus
Die Gönhard-Häuser

So sahen die Häuser früher aus

Inzwischen sind die 13 Häuser berühmt. 2004 bis 2007 hatte die Überbauung am Gönhardweg einige Hürden der Baubewilligung zu überwinden, bis die Bauherrin k-Werkstatt ein neues, zonenkonformes Projekt einreichte. Anfang 2008 wurde mit dem Bau begonnen, 2010 waren schliesslich alle Einfamilienhäuser gebaut (Artikel vom 9.6.2010 online). Doch noch immer kann Angelo Labate, Inhaber der k-Werkstatt und der Labate Architekten AG, das Projekt nicht abschliessen. Es hapert mit der Vermarktung.

Die 13 Häuser wurden fertig gebaut, ohne dass die Hälfte davon verkauft worden war, wie dies sonst branchenüblich ist. Im letzten Sommer wurden die rot-gelben Fassaden auf Anraten der Stadtbildkommission rot-grau übermalt, weil das grelle Gelb für Kritik von allen Seiten gesorgt hatte. Damals standen sieben der Einfamilienhäuser noch leer – drei waren reserviert, vier verkauft. Heute ist eines mehr verkauft, sechs sind frei, bei zwei weiteren wird mit Interessenten verhandelt.

Zumindest die Lage ist perfekt

Die Vermarktung hat per 1. Februar der nun vierte Makler übernommen, nachdem die Fährhof AG Immobilien das Mandat abgegeben hatte. «Wir wollen die Vorgeschichte ausblenden und den Auftrag frisch und neutral angehen», sagt Gianni Asquini, Spartenleiter Verkauf von der Realit Treuhand AG in Lenzburg. Wie die Makler zuvor streicht auch er die hervorragende Lage heraus. In fünf Minuten ist man mit dem Bus am Bahnhof, der Wald liegt auf der anderen Strassenseite, Schule, Kunsteisbahn, Quartierladen – alles in Gehdistanz. Dass die Häuser nicht längst verkauft sind, ist verwunderlich.

«Eine Einfamilienhaus-Überbauung ist immer eine Herausforderung –eine interessante Herausforderung», findet Immobilienkaufmann Alexander Studer, der bei Realit das Dossier übernommen hat. Und Asquini sagt: «Eine Überbauung braucht manchmal Zeit zum Reifen.» Jetzt, da die Häuser in verschiedenen Ausbaustadien besichtigt werden könnten, seien die Vorteile besser ersichtlich. Der Preis von einer Million aufwärts wurde leicht gesenkt auf 855000 bis 985000 Franken. Je nach Haus können Küche, Bad oder Boden selbst eingebaut werden.

Nicht nur Häuser für Zürcher

Die Realit wolle das Projekt «sanft lancieren und sauber aufgleisen, denn auch die Anstösser sollen ein positiveres Bild der Überbauung kriegen», sagt Asquini. Während der letzte Makler Käufer aus Zürich suchte, findet Asquini: «Die Häuser sind auch für Aarauer, Aarau ist modern eingestellt.»

Für gewöhnlich kommen Bauunternehmer in Liquiditätsengpässe, wenn Häuser zu lange leer stehen. Bauherr Angelo Labate dementiert dies: «Die Häuser sind voll finanziert und bis auf einen Handwerker sind alle Arbeiten bezahlt.» Abgesehen von diesem einen, lobt Labate deren Arbeit. Zu den vier Abgängen im Verwaltungsrat – drei davon im letzten Jahr – meint er: «Ich bin für Transparenz: Ich war unzufrieden mit der Geschäftsführung, deshalb wurde sie ausgewechselt.»

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