Niederamt

Nicht Schönenwerd, sondern Aarau: Neue Routen für Briefe und Päckli

Die Zustellerinnen und Zusteller von Schönenwerd müssen die Post seit kurzem in Aarau abholen.

Die Zustellerinnen und Zusteller von Schönenwerd müssen die Post seit kurzem in Aarau abholen.

Fünf Niederämter Gemeinden erhalten ihre Postsendungen und Pakete nicht mehr aus Schönenwerd, sondern neu aus Aarau.

Im Februar wurde bekannt, dass die Verteilstelle Schönenwerd ab Juni neu organisiert wird. «Zentralisierung» und «verändertes Kundenverhalten» hiess es damals bei der Post. Bis zum 14. Juni diente die Verteilstelle Schönenwerd als Basisstation für die Postzustellung in den Gemeinden Schönenwerd, Niedergösgen, Gretzenbach, Wöschnau sowie Eppenberg. Laut Angaben der Post ein Einzugsgebiet von insgesamt 5913 Haushalten und Zustell­adressen. Nun wurde die Verteilstelle in jene von Aarau integriert. Seit dem 15. Juni haben die Pöstlerinnen und Pöstler einen neuen Arbeitsweg und neue Routen bei der Zustellung.

Das eigentliche Kerngeschäft wird für die Post immer mehr zum Sorgenkind. Umstrukturieren und das Schliessen von Postfilialen gehört bei der ehemaligen PTT seit Jahren zu den Aufgaben des Managements. Das Geschäft mit den Paketen boomt zwar, doch ist es wenig einträglich. Die Konkurrenz wächst in sämtlichen Bereichen, während die Menge an Briefsendungen laufend abnimmt. Die Post arbeitet an einer neuen Strategie. Eine solche sieht sie für die Zukunft in der Digitalisierung. Paket- und Briefsparte werden zusammengelegt, die Warenlogistik wird ausgebaut und die Datenkommunikation soll eine wichtigere Rolle spielen. Was bedeutet das für das Niederamt?

Auf Anfrage sagt Markus Flückiger, Kommunikationsverantwortlicher bei der Post: «Die Umstellung von Schönenwerd nach Aarau wurde wie geplant vollzogen.» Bedingt durch Corona gebe es leicht gesplittete Dienstantritte der Zusteller und Zustellerinnen. Das hat zur Folge, dass die Kundinnen und Kunden ihre Sendungen bis zu einer Stunde früher oder später erhalten. Wie von der Post angekündigt, konnten alle Mitarbeitenden von der Verteilstelle Schönenwerd ihre Stelle behalten. Flückiger sagt dazu: «Vom Umzug sind zwölf Mitarbeitende betroffen. Sie alle stellen die Post weiterhin in ihrem bisherigen Gebiet zu, teils mit angepassten Fahrrouten und neuen Anfahrtswegen ins Zustellgebiet.» Davon betroffen ist auch die Pöstlerin Rita Grazioli. «Es ist eine Einstellungssache. Dann geht es viel einfacher», meint sie zur Veränderung ihres Arbeitswegs.

Züglete des Mobiliars hat stattgefunden

Am Samstag vor der Umstellung hat die Post die Botenarbeitsplätze, Tische und Sortiergestelle nach Aarau gezügelt. Auf die Frage, was die Umstellung für die betroffenen Gemeinden im Niederamt bedeutet, sagt Flückiger: «Das Dienstleistungsangebot bleibt für die Empfängerkunden in gleichbleibend hoher Qualität.» Es könne aber passieren, dass Kunden ihre Briefe zu veränderten Zeiten als früher erhalten. Grund dafür seien die neuen Anfahrtswege. In der Zustellstelle Aarau arbeiten nun insgesamt 94 Personen. Sie sind von Montag bis Samstag dafür zuständig, dass über 37'000 Haushalte ihre Post erhalten. Einige davon jetzt auch im Niederamt.

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