Aarau
Originelle Bewerbung: Team darf gratis am Gigathlon teilnehmen

Das Team des Aarauers Marc Bachmann hat mit einer originellen Bewerbung einen Gratis-Startplatz am Gigathlon gewonnen.

Janine Gloor
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Kind und Kegel und der Teamchef (vorne).

Kind und Kegel und der Teamchef (vorne).

zvg

Die grössten Fans des Gigathlon-Teams von Marc Bachmann sind noch ganz klein. Die Kinder haben ihren Eltern beim Wettbewerb um einen Gratis-Startplatz am Gigathlon geholfen. Der Sportanlass bringt die Athleten Mitte Juli in den Aargau und lässt sie über das Kopfsteinpflaster von Aarau laufen.

Die fünf Teammitglieder posierten auf ihrem Bewerbungsfoto mit ihrem Nachwuchs und haben so die Gunst der Jury gewonnen, wie Ka Marti, zuständig für die Kommunikation des lokalen OK, erklärt: «Die Bewerbung machte einen frischen Eindruck, die Kinder mit den Plakaten haben dem Team eine herzige Note verliehen.» Auch die witzigen Einzelbilder haben die Jury überzeugt, den Startplatz an Bachmanns Team zu vergeben. Der Schwimmer des Teams hat sich auf seinem Einzelbild gleich beim Sprung in den Stadtbach darstellen lassen.

So wagemutig wird er nicht springen müssen: Ein Mitglied des Gigathlon-Teams, welches den Gratis-Startplatz gewonnen hat.

So wagemutig wird er nicht springen müssen: Ein Mitglied des Gigathlon-Teams, welches den Gratis-Startplatz gewonnen hat.

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Gigathlon vor der Haustür

Marc Bachmann, der vor fast 30 Jahren zum ersten Mal am Aarauer Stadtlauf teilnahm, freut sich über diesen Entscheid. Er und seine sportbegeisterten Teammitglieder sind alle in Aarau wohnhaft und wurden durch den Gigathlon vor der Haustür motiviert, nach der Winterpause das Training zu intensivieren. Weil sie auf jeden Fall am Gigathlon starten wollten, hat sich das Team auch noch auf dem regulären Weg um einen Startplatz beworben.

Das Siegerteam musste sich beim Wettbewerb nur gegen zwei andere Bewerber durchsetzen. Wieso haben sich nicht mehr Bewerber um einen Gratis-Startplatz für den beliebten Gigathlon bemüht? Ka Marti vermutet, dass viele Teams das Risiko, leer auszugehen, nicht eingehen wollten und deshalb auf eine Teilnahme am Wettbewerb verzichtet haben.

Für Bachmann sind seine Kinder nicht nur ein Jö-Garant für die Wettbewerbsteilnahme. Die Zwillinge sind bei den sportlichen Aktivitäten ihrer Eltern oft dabei und geniessen beim Langlaufen, Joggen und Velofahren die vorbeiziehende Natur aus dem geländetauglichen Kinderwagen. «Sie machen das ganz gut mit, wir müssen einfach mehr Pausen einlegen als früher, als wir noch ohne Kinder unterwegs waren», sagt der Vater von zwei zehn Monate alten Buben.

Team ohne Namen

Auf einen Namen konnten sich die Teammitglieder bis jetzt noch nicht einigen. Die Uneinigkeit beschränkt sich jedoch auf die Namensfindung. Ansonsten sind die Sportler nämlich ein eingespieltes Team, das schon länger befreundet ist und auch gemeinsam Sport treibt.

Neben dem Gratisstartplatz als Preis für den Wettbewerb hatte die Stadt Aarau noch fünf weitere Team-Startplätze zur Verfügung, die sie unter ihren Angestellten verteilte. Diese sind allerdings nicht kostenlos. Unter den Teams der Stadtangestellten befindet sich auch das «Team Adler». Ka Marti ist überzeugt, dass das Team mit dem ehemaligen Radprofi Urs Zimmermann in den vordersten Rängen mitmischen wird.

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