Buchs

Pepe Lienhard: «In der Musik Buchs spielte ich mit 18 die Oboe»

Pepe Lienhard erinnert sich gern anseine Zeit in Buchs zurück.

Pepe Lienhard erinnert sich gern anseine Zeit in Buchs zurück.

Der Schweizer Musiker Pepe Lienhard ist Gast am Konzert der Harmoniemusik – mit Piccolo und Saxofon. Dafür, dass er in Buchs mitspielen darf, gibt es gute Gründe.

Herr Lienhard, wie kommt es, dass Sie am Jahreskonzert der Harmoniemusik Buchs mitspielen?

Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen. In den 60er-Jahren, ich war damals 18, habe ich eine Zeit lang in der Harmoniemusik Buchs mitgespielt. Noch unter der Leitung des legendären Walter Spieler, Militärinstruktor in Aarau.

Sie spielten damals in der Musik Buchs Saxofon, nehme ich an.

Eben nicht, obwohl ich schon damals eine Band hatte, in der ich Saxofon spielte. Nein, in der Harmoniemusik Buchs spielte ich Oboe. Das Instrument interessierte mich sehr. Und nach der Kanti habe ich ein Jahr lang an der Bez in Buchs Musik unterrichtet.

Ich nehme an, mit Kurt Brogli, dem Dirigenten der Harmoniemusik, verbindet Sie viel. Ihm konnte kein Musiker aus dem Weg gehen.

Ich kannte schon seinen Vater, der Pauker war in der Harmoniemusik Buchs. Und an Kurt kam man als Musiker tatsächlich nicht vorbei. Er war ja während vieler Jahre Dirigent der Swissair-Musik, später Swiss-Musik, und der Stadtmusik Zürich, bei denen ich gern als Gast auftrat. Zudem war er jahrelang Redaktor beim Radio.

Sie, Pepe Lienhard, waren Broglis grosses Vorbild.

War ich das?

Das hat er mir so erzählt. Er ist ja fünf Jahre jünger als Sie. Und Swing und Jazz, so hat er mir berichtet, seien schon immer seine grosse Liebe gewesen. Wie schätzen Sie das Niveau der Musikgesellschaften ein?

Ich staune immer wieder über das Niveau, das die Brass Bands und Harmoniemusiken in den Städten und Dörfern erreichen. Die jungen Leute sind heute viel besser ausgebildet, als wir es waren damals.

Trotzdem haben die Musikgesellschaften Nachwuchsprobleme.

Es wird viel geklagt. Ich sehe das nicht so negativ.

Was hören die Konzertbesucher in Buchs von Ihnen?

Wir spielen zusammen ein Medley mit den grössten Hits meines Sextetts, von denen es Bearbeitungen für Blasmusik gibt. Auch «Swiss Lady» ist selbstverständlich darunter und andere schöne Saxofon-Melodien.

Und nach den Proben gehen Sie mit den Musikantinnen und Musikanten ein Bier trinken, wie es sich gehört?

Das gehört dazu. Ich erinnere mich, wie früher in Buchs der Präsident sich nach der Probe an die Musikanten wandte und bekannt gab, welche Beiz man berücksichtigen wollte. Man schaute darauf, dass kein Wirt «vertäubt» wurde.

Jahreskonzert Harmoniemusik Buchs, Samstag, 14. November, 19.30 Uhr, Gemeindesaal Buchs, Vorverkauf Inderbinen Blasinstrumente Buchs.

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