«Ich lebe in Aarau und arbeite in Olten und Brugg. Jetzt gerade bin ich auf dem Weg nach Olten. Dort unterrichte ich Deutsch an der Migros Klubschule, von vier bis sechs Uhr. Ich unterrichte dreimal in der Woche an der Klubschule – es ist ein Nebenjob. Hauptberuflich arbeite ich 60 Prozent in Brugg an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Ich pendle also ständig zwischen Aarau, Olten und Brugg.

Ich habe keinen Führerschein, also bin ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Im Zug höre ich oft Musik, arbeite oder esse etwas. Ich bin in Muhen aufgewachsen und habe an der Alten Kantonsschule die Matura gemacht. Mein Schwerpunktfach war Spanisch. Danach habe ich in Luzern Ethnologie studiert. Ethnologie oder auch Völkerkunde genannt, erforscht und vergleicht die Kulturen. Ich habe mich für dieses Studium entschieden, weil mich andere Menschen schon immer interessiert haben: Wie sie denken, warum gewisse Völker so handeln, wie sie handeln oder auch wie Völker über sich selbst denken.

Während des Studium war ich in Frankreich und in Deutschland. Ich habe an der Uni Paris-Nanterre studiert und in Köln habe ich ein Praktikum absolviert. Zudem war ich zweimal für Forschungsarbeiten auf den Philippinen: einmal für sechs Wochen und das zweite Mal für vier Monate, für meine Masterarbeit.

Seit letztem April arbeite ich an der FHNW in Brugg. Der Job gefällt mir sehr gut, und trotzdem kann er manchmal auch etwas eintönig sein. Ich sitze viel vor dem Computer und arbeite an Dossiers für verschiedene Gremien. Als Lehrerin an der Klubschule gefällt mir die Interaktion mit den Schülern gut.

In meiner Freizeit gehe ich gerne aus. Meine Schwester und ich finden das Lokal ‹Garage› in Aarau sehr gemütlich. Allgemein ist der Kirchenplatz in Aarau ein sehr schöner Ort. Im ‹Panini› kriegt man einen leckeren Kaffee. Und natürlich bin ich auch oft in der Kantons- oder Stadtbibliothek anzutreffen. An den Wochenenden gehe ich auch gerne mal aufs Benkerjoch oder die Staffelegg spazieren Es tut gut, zwischendurch mal aus der Stadt zu kommen.»