Aarau

Regionalentwicklungskonzept – die Region Aarau organisiert sich neu

Die Region Aarau verfügt über hohe Landschaftswerte und soll nicht weiter zersiedelt werden. To Die Region Aarau verfügt über hohe Landschaftswerte und soll nicht weiter zersiedelt werden.To

Die Region Aarau verfügt über hohe Landschaftswerte und soll nicht weiter zersiedelt werden. To Die Region Aarau verfügt über hohe Landschaftswerte und soll nicht weiter zersiedelt werden.To

Das Regionalentwicklungskonzept (REK) für die Region Aarau liegt vor. Über 80 Gemeindevertreter – Gemeindeschreiber, Gemeindeammänner, Landwirte, Baukommissionspräsidenten, Stadträtinnen – haben das Strategie- und Massnahmenpapier überprüft.

Bis heute hatte man keine gemeinsame Vorstellung, wie sich die Region entwickeln sollte. Dieses Defizit räumt das REK aus. Es ist das Resultat intensiver Arbeit, die ein Ausschuss unter der Leitung des Küttiger Gemeindeammanns Dieter Hauser im vergangenen Jahr geleistet hat. Die Ergebniskonferenz im Kultur- und Kongresshaus (KUK) am Donnerstag war der Auftakt zur Mitwirkung der Gesamtbevölkerung.

Leitplanken der «neuen» Region

Das Regionalentwicklungskonzept gibt Empfehlungen zur strategischen Positionierung der Region. Es setzt die Leitplanken für die Bildung der «neuen» Region Aarau und deren künftigen Entwicklung. Wenn von der «neuen» Region Aarau die Rede ist, so bedeutet dies, dass die Region eine neue selbstbewusste Identität entwickelt, was allerdings auch verstärkte Solidarität unter den Gemeinden erfordert. Dann nämlich, wenn Aufgaben mit regionaler Ausstrahlung gemeinsam geplant, realisiert und finanziert werden sollen. Aktuelles Beispiel ist die Sanierung der Kunsteisbahn Aarau (Keba), bei der ein regionales Interesse besteht.

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Das REK hält ausdrücklich fest, dass nicht alle Gemeinden gleich sind. «Nicht in allen Gemeinden und Gemeindeteilen ist eine gleich starke Entwicklung angemessen.» Die Entwicklung berücksichtigt die jeweiligen Stärken der Gemeinden (Lage, Topografie, Anschluss ans Verkehrsnetz, Siedlungsstrukturen, Infrastruktur). Das Regionszentrum ist nicht nur Aarau; Buchs und Suhr, Ober- und Unterentfelden, Gränichen und Rombach (Küttigen) gehören auch dazu. Das heisst: Versorgungs- und Infrastruktureinrichtungen von regionaler und kantonaler Ausstrahlung werden im Regionszentrum angesiedelt, aber nicht unbedingt in Aarau.

Hirschthal, Hunzenschwil, Muhen, Kölliken sowie Erlinsbach und Küttigen liegen im «ländlichen Entwicklungsraum» (verdichtetes Wohnen, attraktive Arbeitsplatz- und Dienstleistungsangebote). Auenstein, Biberstein, Densbüren und Holziken liegen im «ländlichen Raum». Die Dörfer wachsen gemässigt, von innen nach aussen, im Einklang mit Landschaft und Natur.

Qualität liegt in der Natur

Den Landschaftswerten misst das REK grosses Gewicht zu. Ziel ist es, dass die Siedlungen nicht mehr weiter in die Landschafts- und Gewässerräume wachsen; diese sind wichtige Erholungs- und Freizeiträume und tragen wesentlich zur Qualität der Region bei. Das REK definiert Siedlungszäsuren, Freihaltezonen, welche die Landschaftsräume miteinander verbinden und vernetzen.

Wichtiges REK-Thema sind Verkehr und Mobilität, die alle Verkehrsteilnehmer (Auto, öV, Langsamverkehr) einschliesst. Verkehrsaufgaben werden koordiniert mit den Nachbarregionen, insbesondere mit dem Niederamt, und dem Kanton. Explizit erwähnt das REK das Mobilitätsmanagement im ganzen Zentrumsraum, den Eppenbergtunnel als Chance für den Regional- und Fernverkehr, Doppelspur im Niederamt, Umfahrung Suhr und A1-Anschluss zwischen Gränichen und Suhr.

Die Gemeindepräsidentenkonferenz Niederamt (SO) erarbeitet derzeit ebenfalls ein REK. Die beiden Instrumente werden, wo nötig, inhaltlich miteinander koordiniert. Aussagen zu den fünf Solothurner Gemeinden im Planungsverband der Region Aarau (PRA) (Gretzenbach, Schönenwerd, Niedergösgen, Eppenberg-Wöschnau, Erlinsbach SO) finden sich auch im REK Niederamt.

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