Aarau

Rüeblimärt-Präsident erwartet einen Feiertags-Ansturm

An den Rüeblimärt reist man am besten per öV. Parkplätze hat es eh immer zu wenige. Alex Spichale

An den Rüeblimärt reist man am besten per öV. Parkplätze hat es eh immer zu wenige. Alex Spichale

Am Mittwoch ist Rüeblimärt. Aber auch Allerheiligen. Was bedeutet das?

«Der Rüeblimärt, der mit Allerheiligen zusammenfällt, lockt vor allem auch viele auswärtige Besucher in die Kantonshauptstadt», notierte sich der Chronist der Aarauer Neujahrsblätter in seinen Aufzeichnungen zum Jahr 1989. Das dürfte dieses Jahr nicht anders sein: Jedenfalls erwartet Walter Käser wiederum einen Besucheransturm mit mehreren Zehntausend Leuten. «Der Feiertag wird sicherlich etwas ausmachen», sagt er.

Käser ist Präsident des Vereins Aargauer Rüeblimärt Aarau, der den Rüeblimärt alljährlich ausrichtet. Die 36. Ausgabe steht heuer an, und wirklich schlecht besucht war noch keine. Nicht mal, wenn das Wetter garstig war. Und für dieses Jahr sieht es ganz danach aus, als ob sich über den Aarauer Giebeln die Sonne zeigen wird.

Küttiger Landfrauen ernten mit Hilfe der Fünftklässler und ihren Männern die berühmtesten Aargauer Rüebli.

Küttiger Landfrauen ernteten vergangene Woche mithilfe der Fünftklässler und ihren Männern die berühmten Küttiger Rüebli.

Am besten ganz früh kommen

Das heisst aber auch: Wer Menschenmassen scheut, muss seinen Besuch klug planen. Entweder man kommt kurz vor Schluss ab 16.30 Uhr («Dann ist der Markt aber schon ein bisschen ausgeschossen», sagt Walter Käser), oder dann ganz früh am Morgen, um 7.30 Uhr, wenns noch kühl ist, die Rüebli noch ganz frisch und der Markt am schönsten.

Der Verein hat nur wenig Werbung für den Rüeblimärt gemacht, damit Aarau nicht vollends überrannt wird. Aber wiederum werden wohl mehr als zwei Dutzend Cars aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland kommen – sie bringen etwa 2500 bis 3000 Personen nach Aarau. Und wiederum werden die Besucherinnen und Besucher am Morgen wie in einer Prozession vom Bahnhof in Richtung Graben strömen.

Ein Spaziergang auf dem Rüeblimärt 2016 am Aarauer Graben.

Ein Spaziergang auf dem Rüeblimärt 2016 am Aarauer Graben.

Das Marktgelände wurde ein wenig erweitert, vorab Richtung Schlossplatz/Schlossgarten und in die Laurenzentorgasse bis zum Schuhhaus Storchen.

Am Markt-Perimeter hat sich indes nichts geändert: Graben, Färberplatz, Schlossplatz, Zwischen den Toren. Weiter in die Altstadt vorstossen will der Rüeblimärt-Verein nicht. Etwa 140 Stände werden zu sehen sein, etwa gleich viele wie letztes Jahr, alle mit viel Liebe zum Detail geschmückt. Einzige kleine Neuerung: Zwischen den Toren hat es nur noch eine Reihe Stände statt zwei wie bisher. Die Stadtpolizei habe das so verfügt, sagt Käser. Man hat für die betroffenen Aussteller anderweitig ein Plätzli gefunden.

Was die Rüeblimärt-Besucher so alles einkaufen

Was die Rüeblimärt-Besucher so alles einkaufen (2016)

Video: Deborah Onnis / Schnitt: Elia Diehl

Impressionen vom Aarauer Rüeblimärt

Impressionen vom Aarauer Rüeblimärt (2016)

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