Aarau

Schonfrist für orange Kultstühle im Brügglifeld – der Grund liegt in Italien

Die angefangene Demontage der orangen Kultsitze im Brügglifeld musste bis auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden. wen

Die angefangene Demontage der orangen Kultsitze im Brügglifeld musste bis auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden. wen

Die angefangene Demontage der orangen Kultsitze im Brügglifeld musste bis auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden.

Eigentlich sollten in dieser Woche im Aarauer Stadion Brügglifeld die kultigen orangen Schalensitze auf der Haupttribüne abmontiert und in der nächsten Woche durch 1200 in den Vereinsfarben Rot, Weiss und Schwarz gehaltene Klappsitze ersetzt werden. Hintergrund: Die Swiss Football League verlangt von den Profiklubs aus Sicherheitsgründen Klappsitze und hat dem FC Aarau die Spiellizenz für die kommende Saison nur unter der Bedingung erteilt, dass er einen «Stuhl-Wechsel» vornimmt.

Doch dieser muss nun auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Der italienische Lieferant konnte für den ursprünglichen Montagetermin nur 80 Prozent der neuen Sitze garantieren. Das Risiko, bei den ersten Heimspielen gegen Kriens (27. Juli) und GC (2. August) keine komplette Tribünen-Bestuhlung zu haben, war dem FCA-Geschäftsführer Robert Kamer zu gross: «Die Helfer, die sich für die Demontage der alten Sitze angemeldet haben, sind informiert. Sobald der neue Termin feststeht, werden wir sie erneut anfragen.»

Laut Kamer gibt es zwei Optionen: Entweder gibt der Lieferant bis Ende Woche grünes Licht und der Austausch der Tribünensitze kann nächste Woche über die Bühne gehen. Ansonsten wird die mehrere hunderttausend Franken teure Übung auf die Länderspielpause Anfang September verschoben.

Übrigens: Die orangen Sitze sind begehrt. Zahlreiche Personen haben sich ihren Sitz gesichert, auf dem sie seit Jahrzehnten im Brügglifeld die FCA-Spiele verfolgen. Der FC Villmergen hat 25 Exemplare für seine Spielergarderobe geordert. Die restlichen Stühle kommen in einen Container – bis dieser abgeholt wird, gilt: «Es het, solangs het».

Sebastian Wendel

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