1. Mai
SEV-Präsident Tuti macht sich für den Service Public stark

Giorgio Tuti, Präsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV), hat vor einem Abbau des Service Public gewarnt. Auch beim öffentlichen Verkehr heisse Liberalisierung nichts anderes als Gewinne für die Reichen auf Kosten der Armen.

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Tuti macht sich für leistungsstarke Bahn- und Busnetze stark

Tuti macht sich für leistungsstarke Bahn- und Busnetze stark

Aargauer Zeitung

Die Liberalisierer pflegten noch immer ihre Träume und würden einen Anlauf nach dem anderen nehmen, um die sichere, kostengünstige flächendeckende Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Infrastrukturen und Güter zu hintergehen, sagte Tuti laut Redetext am Dienstag.

Das Parlament werde bald über den Ausbau der gesamten Bahninfrastruktur diskutieren. Es werde darum gehen, wie die zum Arbeitsalltag gehörende Mobilität zu bewältigen sei.

Notwendig seien nicht nur Tunnel durch die Alpen, sondern es brauche leistungsstarke Bahn- und Busnetze, sagte Tuti, der auch SGB- Vizepräsident ist. Das Netz und die Transportmittel müssten unterhalten werden. Das koste Geld. England habe gezeigt, was es heisse, Bahnsysteme zu privatisieren.

In der Schweizer Politik laute die Frage im Moment nicht, wieviel Mobilität man brauche. Die Frage heisse vielmehr: «Wollen wir Mobilität für alle oder Kampfjets für wenige? Wollen wir Kampfjets statt Bahnen, Schulen und Spitälern?».

Juso-Chef kritisiert Linke

Ein Ende des Kapitalismus' forderte David Roth, Präsident der Schweizer Jungsozialisten (Juso). Mit dem «alles zerstörenden Spielbrett namens Kapitalismus» müsse Schluss sein, sagte Roth laut Redetext in Aarau. Es sei Zeit für «Game over!».

Der Kapitalismus sei nicht reformierbar. Die Linken in Europa und der Welt machten einen grundlegenden Fehler, wenn sie mitspielten. «Wir wollen nicht mehr vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei», sagte der Juso-Chef. (sda)

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