Goodbye Deutschland

«Sie ist extrem freizügig»: Aargauerin fotografiert die Auswanderin Catrin Heyne

Catrin Heyne aus Ostdeutschland will berühmt werden. Die Mooslerberin Nili Bertschi hilft ihr dabei. Catrin Heyne ist Geschäftsführerin von elf Sonnenstudios mit ebenso vielen Angestellten.

Im Ballypark ist es kalt und der Nebel hängt tief. Umso erstaunlicher, dass da eine Frau in Unterwäsche auf einer Brücke steht oder sich mit nackten Beinen ins nasse Laub setzt. Es ist Catrin Heyne, und sie ist schmerzlos. Die 35-jährige Deutsche ist vor 9 Jahren in die Schweiz ausgewandert und wird aktuell in der VOX-Fernsehsendung «Goodbye Deutschland» begleitet. Sie ist Geschäftsführerin von elf Sonnenstudios und möchte auch als Model durchstarten.

Die Szenen aus dem nebligen Ballypark gehören zu einem Fotoshooting für einen Kalender. Fotografiert von der Mooslerberin Nili Bertschi. Das deutsche Fernsehen untertitelt ihre Anweisungen für Heyne: «Schon frech, sexy. Aber eher so romantisch, verträumt.» Die beiden Frauen verstehen sich.

Nili Bertschi arbeitet in der Sicherheitsbranche, die Fotografie ist für sie ein Hobby. Über die sozialen Netzwerke schreibt sie Models an, die sie in stimmungsvollen Bildern inszeniert. So ist sie auch auf Catrin Heyne gestossen. Eine Frau, bei der man nicht wegschauen kann. Tiefbraune Haut, silberblondes Haar und vergrösserte Brüste, aus denen sie auch kein Geheimnis macht. Im Gegenteil.

Berühmt werden und einen Lamborghini fahren

Catrin Heyne und ihr Mann Marco sind vor neun Jahren in die Schweiz ausgewandert. Zwei Ostdeutsche ohne berufliche Perspektiven, die hier etwas erreichen wollten. Und das haben sie geschafft. Mittlerweile wohnen sie in der Ostschweiz in einem Haus mit Pool. Catrin Heyne ist Geschäftsführerin von elf Sonnenstudios mit ebenso vielen Angestellten.

Doch ausruhen will sich die energiegeladene Deutsche nicht. Neben ihrem Traum vom Modeln würde sie sich auch gerne einmal einen Lamborghini leisten können. Momentan fährt sie ein Geschäftsauto, auf dem ein Bild von ihr für die Solarien wirbt. So viel sei gesagt: Ihr Gesicht ist kaum zu sehen. «Ein Gesicht auf dem Auto kann jeder», ist Heynes Kommentar.

Die Ostdeutsche ist unverblümt und unterhaltsam und betont dabei ihre Bodenständigkeit. Diesen Eindruck bestätigt auch die Fotografin Nili Bertschi. «Sie ist ausgeflippt und für jeden Spass zu haben», sagt sie über Heyne. Die Arbeit mit ihr sei sehr angenehm, da Heyne keine Starallüren habe und sich auch ohne zu murren im Ballypark ins nasse Laub setzt, wenn die Fotografin das so will.

«Das ist sogar fast normal in der heutigen Zeit»

Die Fotografin und das Model kennen sich schon etwa ein Jahr. Vom ersten Moment an habe Catrin Heyne ihr vertraut, sagt Bertschi. Sie ist überzeugt, dass der Kalender für das Jahr 2022 mit den Bildern der Deutschen ein Erfolg wird. Heynes Erscheinung mit offensichtlich künstlichen Bestandteilen ist für Bertschi kein Problem. «Das ist sogar fast normal in der heutigen Zeit», sagt sie. «Ich kenne praktisch kein Model, das nicht kleine Schönheitskorrekturen an sich vorgenommen hat.» Catrin Heyne sei eine sehr fotogene Frau und Bertschi macht es sichtlich Spass, mit ihr zu arbeiten.

In einem Punkt sind die Frauen sehr verschieden. «Catrin ist extrem freizügig.» Die Deutsche setzt ihren Körper gezielt ein und hat kein Problem mit Nacktheit. «Ich dagegen bin extrem bieder», sagt Nili Bertschi und lacht. Sie sei dann eher diejenige, die Heyne auffordert, noch etwas Zusätzliches anzuziehen.

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