Erlinsbach SO

Sieben Monate nach einem Brand steht der Imbiss beim Stauwehr wieder

Dima Mousa hat einen neuen Stand am alten Ort.

Dima Mousa hat einen neuen Stand am alten Ort.

Das Stauwehr hat seinen beliebten Imbiss zurück. Nach einem Brand im August hat der Imbiss zwischen Wehr und Sandbänken wieder den Betrieb aufgenommen. Nur etwas langweilig sei es im Moment, sagt Besitzerin Dima Mousa.

Am Abend des 16. August stieg beim Stauwehr zwischen Schönenwerd und Erlinsbach SO eine weitherum sichtbare Rauchsäule auf: Der Imbiss von Dima Mousa stand in Flammen. Am nächsten Tag stand sie plötzlich vor dem Nichts.

Der Imbiss stand im Zentrum des beliebtesten Naherholungsgebiets im Raum Aarau: Ein Aarelauf mäandert hier an kleinen Sandstränden und Inseln vorbei durch Wälder, einer folgt seinem unter einem dichten Blätterdach verschwindenden Kanal und der dritte bietet Aussicht auf weite Felder und die steile Jurakette.

Sieben Monate später glitzert ein nigelnagelneuer Imbisswagen in der Sonne am Ufer. Die Birre Moretti sind kaltgestellt, die Shisha-Kohlen vorgeglüht, die Bratwürste auf dem Grill. Im Hintergrund brummt die Kaffeemaschine, Stammgast Hans bestellt zwei «Morettli»: Dima Mousa geht ihrer Arbeit nach, als wäre nichts gewesen. Die Stammkundschaft grüsst fast im Minutentakt: «Dima, schön, dass du wieder da bist!»

Wunderschön sei es, alles wieder aufgebaut zu haben, sagt sie glücklich. Seit knapp zwei Wochen kann sie Gäste wieder aus einem Imbisswagen bedienen, an derselben Stelle, an der schon der alte gestanden hatte. Die schwierige Zeit konnte Dima Mousa auch dank viel Unterstützung überwinden: «Schon am Tag nach dem Unglück hat mich der Chef der Eniwa angerufen und mich gefragt, wie mir das Unternehmen helfen kann.» Ihr Standplatz liegt direkt neben einem Gebäude des Energieunternehmens und so durfte sie dieses vorübergehend mitnutzen, um einen provisorischen Betrieb weiterführen zu können. Die Versicherung half ihr bei der Suche nach einem neuen Imbisswagen, dessen Verkäufer beim Aufbau am Stauwehr und die Eniwa brachte den Boden wieder in Ordnung. Die Brandursache ist ihr noch nicht bekannt. Den Platz an der Aare hat sie vermisst. «Die Sandbänke, das Glitzern der Sonne im Wasser, einmalig ist es hier.» Nur etwas langweilig auch. Denn obwohl sie gerade einen geschäftigen Nachmittag erlebt: «Gestern habe ich aus Langeweile mein Auto geputzt. Das erste Mal in meinem Leben», lacht sie. In der aktuellen Situation habe sie weniger Gäste als üblich.

«Viele meiner Stammgäste sind älter und bleiben zu Hause.» Die Sicherheit gehe ja auch vor. «Hoffentlich können wir bald zur Normalität zurück und den Sommer geniessen», schaut Dima Mousa nach vorne.

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