Buchs

Siedlung Steinfeld: Hausbesitzer sollen Wohnkomfort verbessern

Die Siedlung Steinfeld mit den eingeschossigen Atriumhäusern hat ihren Charakter erhalten können.

Die Siedlung Steinfeld mit den eingeschossigen Atriumhäusern hat ihren Charakter erhalten können.

In Buchs steht am Rande des Baugebiets eine Siedlung mit dreizehn auf dem gleichen architektonischen Prinzip gestalteten, eingeschossigen Atriumhäusern. Ein neuer Gestaltungsplan ermöglicht die Erneuerung der 50 Jahre alten Siedlung Steinfeld.

Die Häuser wurden in den Jahren 1961 und 1962 als Gesamtüberbauung nach Plänen der Aarauer Architekten Moser und Frei gebaut.

Die Siedlung hat ihren Charakter erhalten, da in einem Dienstbarkeitsvertrag weitgehende Baubeschränkungen festgelegt worden sind.

Nach fünfzig Jahren sind die Häuser ins Alter gekommen. Bei allen sind bauliche Veränderungen und vor allem eine bessere thermische Isolation nötig. Zum Teil besteht nach einem Generationenwechsel der Wunsch, die aus heutiger Sicht für Familien bescheidenen Wohnflächen zu erweitern.

Doch das ist nur möglich, wenn der Dienstbarkeitsvertrag mit der Gemeinde geändert, aufgehoben oder durch eine andere Regelung ersetzt wird.

Man sei sich in der Siedlung einig, dass der Gesamtcharakter erhalten bleiben soll, sagt Ortsplaner Hugo Wandeler. «Damals war diese vertragliche Regelung fortschrittlich. Doch heute ist das Korsett von 1963 zu eng geworden.»

Gemeinde, Planer und Eigentümer sind sich einig: Bauliche Sanierungen und bescheidene Erweiterungen sollen möglich sein. Die für den Charakter der Siedlung entscheidenden Merkmale sollen aber erhalten bleiben.

«Die Abklärungen haben ergeben, dass als Ersatz für den Dienstbarkeitsvertrag ein Gestaltungsplan das geeignete Instrument ist», heisst es im Bericht zum öffentlich aufgelegten Gestaltungsplan.

«Weil dies im öffentlichen Interesse liegt, hat sich der Gemeinderat bereit erklärt, die Planungskosten der Gemeinde zu belasten.» Der Vorteil dieses Verfahrens liege auch darin, dass es für alle Eigentümer eine einheitliche Lösung bringe, sagt der Planer. «Die möglichen baulichen Veränderungen sind relativ bescheiden. Die bestehende Bauordnung würde mehr erlauben.»

Der Gestaltungsplan liegt öffentlich auf. Einwendungen wären aber nur von den direkt Betroffenen, also den Eigentümern der dreizehn Häuser, zu erwarten.

Meistgesehen

Artboard 1