Aarau/Buchs

Soll Homeschooling auch nach Corona bleiben?

Einige empfinden Homeschooling als Nachteil, andere Schüler erzielten grosse Fortschritte.

Einige empfinden Homeschooling als Nachteil, andere Schüler erzielten grosse Fortschritte.

Der Kreisschulrat Aarau-Buchs sieht eine Chance für Schüler, die während des Lockdowns vom freien Lernen profitiert haben.

Was lernt die Kreisschule aus dem plötzlichen Digitalisierungszwang im Zusammenhang mit der Corona­krise? Das will Kreisschulrat Joel Blunier (EVP, Buchs) von der Kreisschulpflege wissen. «Die Einführung von Microsoft Teams hat praktisch über Nacht und ohne angemessene Schulungen stattgefunden», schreibt Blunier. «Damit sich die Investition auszahlt, muss sichergestellt wer­-den, dass die Lehrpersonen auch künftig mit Teams arbeiten.» Er kritisiert, dass in den ersten Wochen aufgrund der fehlenden ICT-Strategie und fehlenden IT-

Infrastruktur grosse Orientierungslosigkeit seitens der Lehrerschaft und Schulleitung in Bezug auf die Nutzung digitaler Lehr- und Lernplattformen geherrscht habe. Laut Blunier hätten sich einzelne Lehrpersonen mit eigenen Lösungen und Plattformen geholfen, das wurde ihnen später aber angeblich von der Kreisschule wieder untersagt. Blunier will wissen, warum. Ausserdem, so stellt er fest, habe sich Homeschooling und der Unterricht per Videokonferenz für einen Teil der Schüler zwar als herausfordernd erwiesen; andere hätten jedoch durch das freie Lernen grosse Fortschritte erzielt. «Haben die Lehrpersonen künftig die Methodenfreiheit, einzelne Kinder punktuell online von zu Hause aus arbeiten zu lassen, während sie mit dem Rest der Klasse Präsenzunterricht im individuelleren Rahmen durchführen?», fragt Blunier weiter. (nro)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1