Jubiläum

SP Aarau feiert auf der Gasse Geburtstag

Eine Mischung aus Geburtstagsparty und Wahlkampfveranstaltung: Die Herbstsonne strahlte am Samstag für die SP Aarau und ihre Präsidentin Gabriela Suter.

Eine Mischung aus Geburtstagsparty und Wahlkampfveranstaltung: Die Herbstsonne strahlte am Samstag für die SP Aarau und ihre Präsidentin Gabriela Suter.

Die Partei beschloss die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen mit einem Fest. Unter den Themen der Redner fanden sich die Grundwerte der Partei, die SP-Frauen und auch der hohe Lebenswert der Stadt.

Mit einem Fest für die ganze Bevölkerung vor der Markthalle mit einem fünf Meter langen Geburtstagskuchen, einem Ballonwettbewerb und gemütlichem Zusammensein bei Speis und Trank samt Musik hat die SP Aarau die Festivitäten zu ihrem hundertjährigen Bestehen am Samstag abgeschlossen. Die Partei feierte sich in Anwesenheit zahlreicher Exponenten anderer Parteien.

Die SP Aarau wurde 1916 gegründet – als Zusammenschluss von Grütliverein und Allgemeinem Arbeiterverein. Rund 50 Personen waren bei der Gründung dabei. Parteipräsidentin und Einwohnerrätin Gabriela Suter jubelte: «Toll, wie gross und stark die Partei seither geworden ist! Wir sind die stärkste Partei auf dem Platz.» Die SP habe 12 Einwohnerratssitze, das Stadtpräsidium und sei dank vielen aktiven Mitgliedern «ganz stark aufgestellt». Das Grundanliegen der SP Aarau, so die Präsidentin: «Wir wollen die Stadt so gestalten, dass sie für alle lebenswert ist – unabhängig vom Portemonnaie.»

Bevor der Rüeblicake angeschnitten wurde, erhielten Regierungsrat Urs Hofmann, Nationalrätin und Regierungsratskandidatin Yvonne Feri sowie Stadtpräsidentin Jolanda Urech das Wort. Hofmann betonte, die SP Aarau stehe in der Nachfolge des Freiheitsgeistes, der vor über 200 Jahren Aarau ergriffen habe. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sei der Aargau jedoch ein hartes Pflaster für die Idee der sozialen Gerechtigkeit gewesen. Stellte Hofmann die SP-Grundwerte Solidarität, Gleichheit und Freiheit ins Zentrum, fokussierte sich Feri mehr auf die Geschichte der SP Schweiz und der SP-Frauen. Sie erinnerte daran, dass die SP Schweiz schon 1912 ein Papier für die Einführung des Frauenstimmrechts verabschiedete; eingeführt wurde es 1971. Die Gleichstellung der Frau, so Feri, sei noch immer nicht wirklich umgesetzt. Und: «Im Moment müssen wir dafür kämpfen, dass das bisher Erreichte bestehen bleibt.» Sie sei daher froh, dass es im Kanton so aktive Sektionen gebe wie die SP Aarau. Hier sind die Frauen übrigens, wie Gabriela Suter beifügte, schon seit 1917 vollwertige Mitglieder der Partei.

Dass sich Aarau heute als Stadt mit hoher Lebensqualität präsentiert, ist laut Stadtpräsidentin Jolanda Urech kein Zufall. Wenn die Bevölkerung in einer repräsentativen Umfrage zum Ausdruck bringe, dass sie sehr gerne hier lebe, sei dies das Resultat eines langjährigen filigranen Zusammenspiels verschiedener Kräfte. Die SP Aarau habe dabei eine wichtige Rolle gespielt. Sie habe es immer verstanden, neue Entwicklungen aufzunehmen und die Zukunft der Stadt aktiv mitzugestalten. Der Erfolg habe ihr recht gegeben.

Meistgesehen

Artboard 1