Aarau Rohr

Sportplatzausbau: Petition gegen «Winkel»-Pläne lanciert

Die Gegnerschaft des Sportplatzausbaus im Aarauer Stadtteil Rohr sammelt Unterschriften.

Gegen die Erweiterung der Sportanlage Winkel in Rohr werden jetzt Unterschriften gesammelt: Das Anwohnerkomitee «IG Winkel Rohr» hat auf www.petitio.ch eine Petition lanciert, die innert zwei Tagen bereits von über 200 Personen unterzeichnet wurde. Diese fordern den Einwohnerrat auf, Nein zum beantragten und für die Novembersitzung vorgesehenen Kredit über 5,4 Mio. Franken zu sagen.

«Der Stadtrat Aarau plant, die Sportanlage Winkel in Rohr zu einem Fussball-Leistungszentrum auszubauen», heisst es im Petitionstext. «Dies in einem belebten Wohnquartier, in direkter Nachbarschaft zu Schule, Kirche, Friedhof und Friedwald.» Konkret soll die Anlage zwei Kunstrasen und ein Naturrasenfeld erhalten, ein zusätzliches Garderobengebäude und die entsprechenden Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen. Der Sportplatz solle grösstenteils umzäunt werden und könne künftig bei Bedarf das ganze Jahr hindurch von 8 bis 22 Uhr genutzt werden», heisst es von Seiten der Anwohner.

«Aktuell ist der Sportplatz Winkel eine beliebte Begegnungs- und Erholungszone für alle», schreiben die Petitionäre weiter. «Die Naturrasenfläche kann jederzeit betreten und genutzt werden. Dies ist nach der geplanten Erweiterung nicht mehr möglich. Der Zutritt wird durch die Umzäunung und die Betriebszeiten massiv eingeschränkt. Der dringend benötigte Freiraum wird beschnitten. Privilegiert werden einige wenige.»

Die Petition fordert, dass die Anlage bloss «massvoll» saniert, nicht aber in ihrer Kapazität ausgebaut und nicht wie vorgesehen umzäunt wird. Zudem wollen die Petitionäre ein «quartierverträgliches Verkehrskonzept» und die Umzonung des westlichen Teils der Anlage von einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zu einer Freiraumzone. Auf «den Bau eines Fussball-Leistungszentrums in einem Erholungs- und Wohngebiet» solle verzichtet werden.

Das Anwohnerkomitee hat unter www.igwinkel-rohr.ch eine eigene Website aufgebaut, auf der es seine Standpunkte umfassend darlegt. Und erstmals bekennen sich dort konkrete Personen als IG-Vertreter: Peter Bruder, Astrid und Florian Gautschi, Maja Gysi, André Rast, Martina Trottmann, Silvia Walker und Marius Beck.

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