Aarau

Stadtrat Pfisterer: «Es braucht keine neue Stadion-Abstimmung»

Lukas Pfisterer: «Solange die Stadt keine Kredite aufnehmen oder Sicherheiten leisten muss, ist keine neue Abstimmung nötig.»

Lukas Pfisterer: «Solange die Stadt keine Kredite aufnehmen oder Sicherheiten leisten muss, ist keine neue Abstimmung nötig.»

Lukas Pfisterer skizziert die Bedingungen, unter denen das Volk nicht über einen Bankkredit befragt werden müsste. Und er räumt ein, dass er nicht wisse, wie viel das Stadion genau koste. Die Stadt habe lediglich einen Vorvertrag von 2007, der sich auf einen Kaufpreis von 36 Millionen Franken belaufe.

Die Amtsperiode geht zu Ende, die Feiertage stehen an, das politische Leben kommt für Wochen zum Erliegen. Kein Wunder, dass es dem Stadtrat noch zwei dringliche Anfragen hereingeschneit hat, die er am Montag anlässlich der letzten Ratssitzung der Legislatur zu beantworten hatte. Sie betrafen zwei heisse Eisen: das Stadion und die Kinderbetreuung.

Einwohnerratspräsidentin Lelia Hunziker (SP) hatte dem Stadtrat diverse dringende Fragen zum Stadion gestellt, respektive zu den Finanzierungsbemühungen durch die private «meinstadion.ch» GmbH. Sie wollte zum Beispiel wissen, ob es eine neue Volksabstimmung brauche, falls die Stadion Aarau AG einen zusätzlichen Bankkredit aufnehmen müsste.

Stadtrat Lukas Pfisterer betonte, es brauche keine neue Volksabstimmung, solange sich die Ausgaben für die Stadt Aarau – 17 Mio. Franken Miteigentumsanteil am Stadion – nicht erhöhten.

Auch dann nicht, wenn die Stadion Aarau AG einen Bankkredit über 8 Mio. Franken aufnehmen würde – es handle sich ja um eine privatrechtliche Aktiengesellschaft, selbst wenn sie zu 100 Prozent der Stadt gehört. «Solange die Stadt keine Kredite aufnehmen oder Sicherheiten leisten muss, ist keine neue Abstimmung nötig.»

Jedoch: Man könne die HRS letztlich nicht dazu zwingen, das Stadion tatsächlich zu bauen, sagte Pfisterer. Zudem wies er darauf hin, dass die HRS das Stadion zwar auch ohne die «Plan B»-Hochhäuser bauen könnte, die Hochhäuser aber auf keinen Fall ohne das Stadion, das werde in den Planungsinstrumenten verbindlich festgehalten.

Pfisterer machte ausserdem nochmals deutlich, dass der Stadtrat auch nicht wisse, wie viel das Stadion denn nun genau koste. Man habe einen Vorvertrag aus dem Jahr 2007, gemäss dem die Stadt das Stadion für 36 Mio. Fr. von der HRS kaufe. «Es handelte sich dabei schon immer um einen Kaufpreis, und der hat nichts mit den effektiven Baukosten zu tun.»

Die Kostendifferenz zwischen dem Kaufpreis und den Baukosten sollte zuerst aus dem Einkaufszentrum (Mantelnutzung) gedeckt werden, jetzt aus den Hochhäusern.

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