Helgenfeld

Suhr nimmt zweiten Anlauf für Gewerbepark – diesmal mit privat finanziertem Projekt

Das Land wird für 80 Jahre im Baurecht ausgeschieden.

Auf dem schmalen Feldstück gegenüber der Emmi soll ein Gewerbepark entstehen.

Das Land wird für 80 Jahre im Baurecht ausgeschieden.

Der Planungskredit für einen Gewerbepark wurde 2018 an der Gmeind abgelehnt. Nun soll ein von Privaten gestaltetes Projekt am 28. Juni an der Urne bejaht werden.

Schon vor zwei Jahren wollte der Suhrer Gemeinderat auf dem schmalen Helgenfeld zwischen der Emmi und einem Wohnquartier einen Gewerbepark bauen lassen. Dies als Ersatz für die Gewerbeflächen, die dem Bau der Ost- und Westumfahrung (Projekt Veras) werden weichen müssen oder in den letzten Jahren den vielen Wohnüberbauungen im Zentrum von Suhr bereits gewichen sind.

«Vor allem für Handwerker gibt es im Zentrum immer weniger Möglichkeiten, darum kamen die Gewerbler auf uns zu», erklärte Gemeindepräsident Marco Genoni kürzlich in einem Podcast der Gemeinde. Der Vorschlag des Gemeinderats, für 140'000 Franken einen Studienauftrag zu lancieren, wurde 2018 an der Gmeind abgelehnt. «Wir wollen keine teure Sandkastenübung!», sagte damals die FDP. Anwohner befürchteten zudem mehr Verkehr, Lärm und Feinstaub.

Gemeindepräsident Marco Genoni erklärt die Abstimmungsvorlage im Podcast der Gemeinde.

«Uns war wichtig, dass in der Übergangszone zwischen Wohnquartier und Industrie etwas Schönes entsteht», sagt Genoni. Nach dem Nein von vor zwei Jahren überlässt der neue Vorschlag des Gemeinderats die Gestaltung eines Gewerbeparks nun aber Privaten: Das Helgenfeld soll der Firma Workboxes AG, die in Gretzenbach bereits einen Gewerbepark erstellt hat, für 80 Jahre im Baurecht abgegeben werden. Die Gemeinde erhält dafür jährlich einen Zins von 92'730 Franken.

Die Suhrer Finanzkommission wertet den vorliegenden Baurechtsvertrag für den Gewerbepark entsprechend als sehr gelungen. «Die Ablehnung des Antrages im November 2018 war das Beste, was passieren konnte», schreibt sie in ihrem Bericht zum Traktandum Helgenfeld, in dem sie dem neuen Antrag des Gemeinderats einstimmig begrüsst.

So könnte der Gewerbepark im Helgenfeld gemäss dem Abstimmungsbüchlein aussehen.

So könnte der Gewerbepark im Helgenfeld gemäss dem Abstimmungsbüchlein aussehen.

Die voraussichtlich zweistöckigen Gewerberäume sollen über die gleiche Strasse wie die Emmi erschlossen werden, womit zusätzlicher Verkehr im Wohnquartier vermieden werden soll. Unter den verschiedenen Gebäuden soll eine Tiefgarage für die gesamte Anlage gebaut werden. «Wir sind überzeugt, dass das Ergebnis positiv sein wird für das Bild von Suhr», sagt Marco Genoni.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1