Aarau

Taxibetriebe gehen erneut ohne Konzession ins neue Jahr

Wegen der hohen Anzahl an Gesuchen wird die Stadt Aarau die Taxibetriebe, die eine Bewilligung A erhalten, per Los beschliessen. (Symbolbild)

Wegen der hohen Anzahl an Gesuchen wird die Stadt Aarau die Taxibetriebe, die eine Bewilligung A erhalten, per Los beschliessen. (Symbolbild)

Nachdem schon die letzte Konzessionsvergabe an Taxibetriebe wegen Einsprachen bis vor Bundesgericht um fast drei Jahre verzögert wurde, dürfte auch die nächste Konzession für die Jahre 2020 bis 2023 mit Verspätung erfolgen.

Wegen der hohen Anzahl an Gesuchen wird die Stadt Aarau die Taxibetriebe, die eine Bewilligung A erhalten, per Los beschliessen. Nur: Das Datum der Losziehung steht noch nicht fest, auch wenn die neue Konzessionsperiode schon am 1. Januar beginnt.

Es müsse noch eine laufende Rechtsmittelfrist abgewartet werden, sagt die für den Bereich zuständige Stadträtin Suzanne Marclay-Merz. Wann diese verstreicht und wie viele Beschwerden eingegangen sind, wisse sie noch nicht.

Ein Taxibetrieb, der sicher eine Beschwerde gegen die Losziehung eingereicht hat, ist «Top Bahnhof Taxi», ein Familienunternehmen mit fast 60-jähriger Erfahrung. Seit 18 Jahren führt diesen das Ehepaar Sibylle Zuber und Ivan Barisic in der zweiten Generation.

Bis vor das Bundesgericht

«Wir sind die älteste Firma am Bahnhof Aarau und haben den Betrieb aufgebaut wie kaum jemand», sagt Ivan Barisic. Dass die Stadt offenbar keinen Wert lege auf den langjährigen Erfahrungsschatz, sei für ihn unverständlich. In der Vergabe der Konzessionen sei in seinen Augen vieles nicht korrekt abgelaufen. Gegen die Losziehung sei das Ehepaar bereit, vor Gericht zu gehen.

Mit einer Bewilligung A dürfen Taxis in Aarau die begehrten öffentlichen Standplätze benützen – etwa am Bahnhof, wo künftig 15 statt 13 Plätze angeboten werden. Im Gegenzug müssen diese Taxibetriebe einen 24-Stunden-Dienst anbieten.

Taxis mit einer Bewilligung B dürfen Fahrten nur ab privaten Standplätzen durchführen. «Nicht alle Betriebe, die sich für eine Bewilligung A beworben haben, erfüllen die Anforderungen der Stadt», sagt Suzanne Marclay-Merz. «An der Losziehung nehmen aber nur diejenigen Teil, die sämtliche Qualitätskriterien erfüllen.»

Ein besonders ertragreiches Geschäft ist es nicht, dennoch waren in den letzten Jahren zwei Taxibetriebe bereit, mit ihren Beschwerden bis vor Bundesgericht zu gehen. (dvi)

Meistgesehen

Artboard 1