Anscheinend lebte er schon einige Zeit im Quartier. Gegen Ende hatte er sich in einem Igel-Haus verkrochen, bis er von einer Anwohnerin, die das Häuschen leeren wollte, aufgeschreckt wurde.

Die Fuchsräude ist eine parasitäre Hauterkrankung, die durch die Grabmilbe hervorgerufen wird. In der Regel führt der Befall zum Tod des Fuchses. Die Erkrankung wird überwiegend durch direkten Kontakt von Fuchs zu Fuchs übertragen.

Es können aber auch Hunde und Katzen von den Milben befallen werden. Laut Jeannette Frey müssen sich die Quartierbewohner aber keine Sorgen machen um ihre Haustiere: «Die Ansteckungsgefahr ist klein.»

Zudem könne man Haustiere gegen Räude impfen lassen. Weiter versichert die Jagdaufseherin, dass nicht von einer Epidemie auszugehen ist: «Fuchsräude kann immer mal wieder vorkommen. In diesem Jahr hatten wir bis jetzt drei Fälle.» Anders war es im Februar dieses Jahres in den Wäldern um Uerkheim und Holziken, wo zahlreiche Füchse an Fuchsräude litten.

Auf erneute Anfrage erklärt Kurt Lüscher, Jagdaufseher des dortigen Reviers Schöftland-West, dass das Problem noch immer bestehe: «Insgesamt mussten seit November 2017 54 räudige Füchse geschossen werden.»