Aarau

Umstrittenes Bauen an der Aare: Hungerbergler bangen um Uferweg – wieder 70 Einsprachen

Die Pläne für einen Neubau entlang des Nordufers sind infrage gestellt.UW

Die Pläne für einen Neubau entlang des Nordufers sind infrage gestellt.UW

Die Opposition gegen den Bau von Wohnungen an der Erlinsbacherstrasse bleibt gross. Es gab erneut etwa 70 Einwendungen gegen das Vorhaben der IBAarau.

Die Revision der Aarauer Bau- und Nutzungsordnung (BNO) bleibt eine knifflige Sache. Der Widerstand speziell seitens der Bewohner des bestgelegenen Hungerbergs bleibt gross. Am 18. Dezember ging die zweite öffentlichen BNO-Auflage zu Ende. Es gingen rund 95 Einwendungen ein. Davon etwa 70 gleichlautende vom Hungerberg. Sie wenden sich gegen die Zonenanpassung zwischen dem Aare-Kanal und der Erlinsbacherstrasse (die AZ berichtete).

Laut den Einsprechern wollte die IBAarau (ab Montag Eniwa) ursprünglich in diesem «höchst wertvollen Naherholungsgebiet der Stadt Aarau vom Kraftwerk bis zur Gemeindegrenze praktisch einen durchgängigen, 500 Meter langen, bis zu 17 Meter hohen Gebäuderiegel erstellen». Dieser hätte, so die Einwender, das Wohngebiet Hungerberg praktisch vollständig vom Aare-Raum getrennt und ein enormes Lärmproblem geschaffen.»

Die im Rahmen des ersten Auflageverfahrens erzielten Verbesserungen genügen den Einsprechern nicht. Die Hungerbergler bangen um den Aare-Uferweg. In der Neuauflage sind innerhalb der Energiezone kein Gewässerschutzstreifen und keine Freihaltezone ausgewiesen. So wird auf der Höhe der abgerissenen Häuser der Kanaluferweg jäh beendet. Die Stadt Aarau wird ausserdem gebeten, die unverbaute Fläche am westlichen Rand des Grundstücks, das der IBA gehört, als Ganzes in eine Freihaltezone umzuzonen. So könnte diese als Erholungsraum – zum Beispiel als Flussbadi – genutzt werden.

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