Buchs

Unbekannter begrabscht 12-jähriges Mädchen – Vater startet einen Fahndungsaufruf auf Facebook

Ein Vater aus Buchs hat auf Facebook einen Fahndungsaufruf nach einen Mann gestartet, der sich an seiner Tochter vergriffen hat. Das Bild zeigt Rötungen am Hals des Mädchens.

Ein Vater aus Buchs hat auf Facebook einen Fahndungsaufruf nach einen Mann gestartet, der sich an seiner Tochter vergriffen hat. Das Bild zeigt Rötungen am Hals des Mädchens.

Ein Vater aus Buchs fahndet seit Montagnachmittag auf Facebook nach einem unbekannten Mann, der sich in der Nähe des Gemeindehauses an seiner 12-jährigen Tochter vergriffen hat. Die Schülerin konnte flüchten und die Schule alarmierte die Polizei. Diese sucht nun Zeugen.

«Heute wurde meine Tochter auf dem Schulweg von dem Suhrenmatten Schulhaus bis zum Gysimatten Schulhaus von einem fremden Mann begrabscht und intim befasst», schreibt der besorgte Vater am Montagnachmittag auf Facebook.

Darunter ein Foto des geröteten Halses des 12-jährigen Mädchens und ein Fahndungsaufruf nach dem unbekannten Täter. Der Post wird innert kurzer Zeit über 3000 Mal geteilt. 

Facebook: Vater aus Buchs fahndet nach einem Mann, der sich an seiner Tochter vergriffen hat

Anzeige erstattet

Auf Anfrage der az bestätigt Kantonspolizeisprecher Bernhard Graser: «Wir kennen diesen Fall und haben eine Anzeige entgegen genommen.» Es habe eine erste Befragung stattgefunden, derzeit werde das Mädchen allerdings noch im Detail vernommen.  

Der Vorfall ereignete sich laut Kantonspolizei am Montag gegen 13.15 Uhr in der Nähe des Buchser Gemeindesaals. Die Primarschülerin fuhr mit dem Kickboard entlang der Suhre, als sie am Uferweg einen unbekannten Mann mit Velo stehen sah.

Dieser sei dem Mädchen gefolgt und habe sie beim Überholen gegrabscht worden. «Er hat ihr an den Hintern gefasst», so Graser. Als Folge davon stürzte die 12-Jährige und zog sich Rötungen am Hals zu. 

Der Grabscher flüchtete danach der Suhre entlang in Richtung Suhrenmatte Schulhaus, wie der Vater auf Facebook schreibt.

Das Mädchen meldete den Vorfall anschliessend in der Schule. Diese verständigte sogleich die Kantonspolizei Aargau, die zusammen mit der Regionalpolizei Suret nach dem Unbekannten fahndete, ihn aber nicht mehr fassen konnte. «Wir starten nun einen Zeugenaufruf», kündigte Polizeisprecher Graser am früheren Dienstagmorgen auf Anfrage der az an. 

Zeugen werden gesucht

Gemäss Facebook-Post des Vaters und den Aussagen seiner Tochter ist der Täter im Alter zwischen 30 und 40 Jahre und ungefähr 1,80 Meter gross. Er habe einen schwarzen Pullover mit aufgeschlagener Kapuze und dunkelblaue Jeans getragen und einen alten verbleichten Rucksack mit sich geführt. Geflüchtet sei er auf einem rot-gelben Fahrrad.

Doch was hält man bei der Polizei von dem schnellen Fahndungsaufruf auf Facebook? «Wir versperren uns sicher nicht bei einem der Sachen dienlichen Aufruf», sagt Bernhard Graser. Die Polizei plane ja selbst einen Zeugenaufruf und via soziale Medien verbreite sich dies ja oft viel schneller. «Wir können und wollen das nicht verhindern.»

Grundsätzlich rate die Kantonspolizei aber bei Fällen von angeblichen Spannern davon ab, unnötige Hysterie zu verbreiten. «Allerdings ist das hier nicht der Fall, hier scheint wirklich ein Übergriff stattgefunden zu haben.»

Das Motiv des Übergriffs sei unklar, schreibt die Kantonspolizei gegen Mittag in ihrer Mitteilung. Man habe die Ermittlungen aufgenommen und suche Augenzeugen, welche den Unbekannten gesehen haben (Telefon 062 835 80 20).

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Autor

Elia Diehl

Elia Diehl

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