Aarau
«Urban Village»: Das Aarauer Torfeld Süd wird zum Dorf in der Stadt

Jetzt ist klar, wie die Industriebrache Torfeld Süd in den nächsten Jahren – abgesehen vom geplanten Fussballstadion – überbaut wird. Die Immobiliengesellschaft Mobimo hat nun das Ergebnis ihres Studienauftrags von acht Architekturbüros vorgestellt.

Thomas Röthlin
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Dorf in der Stadt: Projekte für Torfeld Süd

Dorf in der Stadt: Projekte für Torfeld Süd

Zur Verfügung gestellt
So sieht das KCAP-Modell vom künftigen Torfeld Süd aus

So sieht das KCAP-Modell vom künftigen Torfeld Süd aus

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Als Sieger aus dem Wettbewerb ging das weltweit tätige und auf städtische Planungen spezialisierte holländische Unternehmen Kees Christiaanse Architects & Planners (KCAP) hervor. Aus der Wettbewerbsvorgabe «Urban Village» entwickelte KCAP in Zürich zusammen mit Landschaftsarchitekten das Projekt «Stadtgarten Aarau».

Der Torfeld-Süd-Projektleiter bei Mobimo Stefan Martin Dambacher lobte die Öffnung des Stadtviertels durch die Anordnung der Baukörper, der Einfallsachsen und die grosszügige Grünanlage.

Neben Büros werden rund 250 Wohneinheiten und 400 unterirdische Parkplätze gebaut. Die so genannte Aeschbachhalle, ein Industriekulturgut, wird erhalten, erweitert und zum Quartiertreffpunkt mit Gastronomie umgenutzt.

Hochhaus-Neubau von Schneider & Schneider in Aarau

Den Zuschlag für den Neubau des Hochhauses am Gais-Kreisel erhielt ein anderes Büro: Schneider & Schneider Architekten aus Aarau. Der Gesamtbebauungsplan von KCAP lasse die Integration anderer Teilbauten zu und könne von weiteren Büros verfeinert werden, so Dambacher.

Der neue, 50 Meter hohe Turm in polygoner Form weise eine «sehr klassische Haltung» auf und soll mit einem grünlich schimmernden Naturstein eingefasst sein. Das Projekt muss allerdings noch dem städtebaulichen Konzept angepasst werden.

Ende 2014 soll die Sozialversicherungsgruppe Gastrosocial ins neue Hochhaus einziehen. Die Rockwell Automation AG, im heutigen Turm eingemietet, konzentriert ihre Aktivitäten in einem Neubau, der seit diesem Sommer hochgezogen wird. Wenn alles glatt läuft, dann kann das neue Quartier ab 2015 bezogen werden.