Oberentfelden
Vreni Friker wird Ende April zur höchsten Aargauerin

Vreni Friker, noch Vizeammann von Oberentfelden, wird Ende April höchste Aargauerin. Sie freue sich sehr auf dieses Amt, sagt sie, habe aber auch grossen Respekt vor der neuen Aufgabe.

Hubert Keller
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Die künftige Grossratspräsidentin Vreni Friker mit Sennenhündin Sina.

Die künftige Grossratspräsidentin Vreni Friker mit Sennenhündin Sina.

Vreni Friker wird ab April den Grossen Rat präsidieren. Sie tritt deshalb als Gemeinderätin und Vizeammann von Oberentfelden zurück – zum Bedauern vieler. «Hätte ich nicht die Aussicht, höchste Aargauerin zu werden, hätte ich nicht demissioniert», sagt sie im Interview, das die Aargauer Zeitung am Samstag, 26. Januar, publiziert. «Ich bin Familienfrau und möchte auch für dieses Amt Zeit haben», sagt sie. Sie wolle Zeit haben für die Familie, die Nachbarn die betagte Mutter, für Haushalt und Hund. Deshalb wolle sie sich auf ein Amt konzentrieren. «Man ist nur einmal im Leben Grossratspräsidentin.»

Oberentfelden sei eine typische Agglomerationsgemeinde, ein lebendiges und aktives Dorf mit einem ausserordentlich vielfältigen Angebot, sagt sie. «Viele Vereine bereichern das Dorfleben. Akkordeonorchester, Theatergesellschaft und Musikverein sind nur wenige Beispiele. Und welche Gemeinde kann schon Frei- und Hallenbad, Tennis, Minigolf, 18-Loch-Golfplatz, Squash, Walderlebnispfad und Walkingtrail anbieten? Ich wüsste nicht, was unserer Gemeinde fehlt.»

Friker hat in Oberentfelden eine Männerdomäne besetzt, Hochbau und Baupolizei, Entsorgung und Altlasten. Die Einwendungsverhandlungen bei Baugesuchen hätten sie stark gefordert, sagt sie. «Niemand will den Spielplatz, der bei grösseren Bauten von Gesetzes wegen erstellt werden muss, vor seinem Haus haben. Fröhliches Kinderlachen wird als nerviges Kreischen und als Lärm wahrgenommen, den niemand will. An öffentlichen Informationsveranstaltungen zum Bau eines Kindergartens oder eines Schulgebäudes ist oft die drängendste Frage, ob es denn auch genügend Parkplätze für Elterntaxis habe.»

Vreni Friker wohnt mit ihrer Familie seit 1989 in Oberentfelden. Mit ihrem Mann Thomas hat sie zwei Söhne, Kevin und Brian. Zur Familie gehört auch Sennenhündin Sina. Als ihre Hobbys nennt sie Politik, Wandern, Schwimmen und Jassen.

Friker gehört als Vertreterin der SVP seit Dezember 2004 dem Oberentfelder Gemeinderat an. Sie betreut zur Hauptsache die Ressorts Hochbau, Entsorgung und Ortsbürgergemeinde. Daneben engagiert sie sich stark im Bereich der Gesundheit und Suchtprävention. Von 1998 bis 2001 war sie Mitglied der Schulpflege. Von 2002 bis 2005 gehörte sie dem Kreisschulrat an.

Seit Mai 2001 ist sie Grossrätin. Auch als Grossrätin arbeitete sie in verschiedenen Kommissionen mit, so in der Kommission Wirkungsorientierte Verwaltungsführung, in der Kommission für Gesundheit und Soziales und in der regierungsrätlichen Polizeikommission. Ende März 2012 wurde sie zur ersten Grossratsvizepräsidentin gewählt.

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