Bildung

Was Corona die grösste Aargauer Schule kostet: die Kreisschule Aarau-Buchs legt Zahlen vor

Manche Investitionen an der Kreisschule Aarau-Buchs mussten vorgezogen werden.

Manche Investitionen an der Kreisschule Aarau-Buchs mussten vorgezogen werden.

Die Coronakrise stellte die Schulen vor grosse Herausforderungen – auch in finanzieller Hinsicht. Die Kreisschule Aarau-Buchs gibt nun Einblick in die Finanzen. Es gab viele Ausgaben aber auch Bereiche, in denen gespart werden konnte.

An der Sitzung des Kreisschulrats hat die Schulpflege erstmals Zahlen vorgelegt, die aufzeigen, wie sich die Coronakrise und die damit verbundenen Massnahmen auf die Finanzen der grössten Schule im Aargau – 3300 Schülerinnen und Schüler, Nettoaufwand etwa 26 Millionen Franken – auswirkt. Wie der für Finanzen zuständige Schulpfleger Marco Salvini ausführte, kosten alleine die Schutzmassnahmen wie etwa Desinfektionsmittel 65'000 Franken. Für die technische Umsetzung des Distance Learning wurden 140'000 Franken ausgegeben. Allerdings handelt es sich hier um Investitionen in die Informatik, die teilweise sowieso angestanden wären. Entsprechend waren sie, verteilt auf verschiedene Posten, zumindest teilweise bereis im Budget erhalten.

Zusätzliche Kosten entstanden der Kreisschule auch für Übersetzungsdienste (plus 5000 Franken), da coronabedingt ausserplanmässige Elterninformationen nötig waren. Auch der Postversand von Unterlagen für den Fernunterricht schlägt zu Buche.

Weniger einnehmen kann die Kreisschule, weil sie Elternbeiträge für Aufgabenbetreuung (minus 11'000 Franken) und für die Musikschule (minus 65'000 Fr.) nicht verrechnet.

Allerdings kann die Kreisschule auch in verschiedenen Bereichen sparen. Respektive: Geld, das budgetiert war, wird nun nicht ausgegeben. Zum Beispiel fallen Projektwochen, Schulreise und Exkursionen aus, die normalerweise im Frühjahr stattgefunden hätten. Ein Teil davon wird in der zweiten Jahreshälfte nachgeholt, weshalb hier die Einsparungen noch nicht bezifferbar sind. Durch das Homeschooling fallen auch Transportkosten weg, die die Schule normalerweise übernehmen würde – etwa für den Schwimmunterricht oder für die Einschulungsklassen, die nur in wenigen Schulhäusern angeboten werden.

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