Rüeblimärt

Weil es mehr Fluchtwege braucht, weist der beliebteste Aarauer Markt dieses Jahr ein paar Lücken auf

Am Montag wurden die ersten Stände aufgebaut.

Am Montag wurden die ersten Stände aufgebaut.

Der Aarauer Rüeblimärt misst dieses Jahr weniger Meter als auch schon. Stände gibt es aber etwa gleich viele, auch sonst ändert sich im Vergleich zu den Vorjahren praktisch nichts.

Das garstige Wetter hatte den Rüeblimärt-Organisatoren gestern ordentlich Mühe bereitet: Das Anzeichnen der Standplätze auf dem Boden gestaltete sich schwierig. 135 Stände warten dieses Jahr – wie immer prachtvoll geschmückt – auf die Besucher.

«Das sind etwa gleich viele wie in den Vorjahren», sagt Walter Käser, Präsident des Vereins Aargauer Rüeblimärt seit 2001. «Metermässig mussten wir dieses Jahr aber etwas zurückstecken, weil zwischen den Ständen neu mehr Fluchtweg-Lücken eingeplant werden müssen.» Ansonsten «fahren wir wie immer», so Käser.

Wie soll sich der Markt entwickeln?

Der Vereinspräsident bringt aber auch zum Ausdruck, dass dieses «wie immer» Fluch und Segen zugleich ist. Man will den Anschluss nicht verpassen und zeitgemäss bleiben. Der Vorstand sucht deshalb nach Entwicklungsmöglichkeiten für den Markt; nach Varianten, wie man ihn in die Zukunft führen könnte, bevor die Erfolgswelle abebbt.

Impressionen vom Rüeblimärt 2018:

Vielleicht findet der Markt künftig am Wochenende statt? Vielleicht an einem anderen Ort? «Es ist alles offen, wir prüfen verschiedene Möglichkeiten», sagt Käser. Pressieren tut es nicht: Der Rüeblimärt ist beliebt, man erwartet auch dieses Jahr rund 35 000 Besucherinnen und Besucher.

Wer mit der Bahn kommt, wird am Morgen während zirka zwei Stunden von zwei Stadtführern am Bahnhof begrüsst. «Wir geben Aarau-Taschen ab, um darin die Einkäufe zu verstauen», sagt Corinne Gubler vom Tourismusbüro aarau info. Das Team dort sei «gewappnet für mehr Leute während des gesamten Tages». Und Gubler hat einen Tipp: «Die Restaurants sind jeweils gut besetzt. Wer als Gruppe kommt, reserviert besser.»

Es ist Rüeblimärt in Aarau, aber: «Die Leute kommen ja nicht nur wegen den Rüebli»

Es ist Rüeblimärt in Aarau, aber: «Die Leute kommen ja nicht nur wegen den Rüebli» (7. November 2018)

Es kommt zu Verkehrseinschränkungen: Am Mittwoch sind der Graben und Teile der Altstadt – der Schlossplatz und die Laurenzentorgasse – gesperrt. Die Busse nach Erlinsbach , Küttigen und Biberstein werden via Ziegelrain umgeleitet. Es muss deshalb auf diesen Linien mit Verspätungen und geänderten Abfahrtszeiten gerechnet werden.

Die Haltestellen Holzmarkt und Rathaus können nicht angefahren werden. Die Haltestelle Holzmarkt wird an die Vordere Vorstadt verlegt. Der Zollrain, üblicherweise mit einem Fahrverbot belegt, wird ausnahmsweise für Güterumschlagsfahrten freigegeben. Auf dem Ziegelrain herrscht zum ersten Mal ein Einbahnregime – man darf nur aus der Vorderen Vorstadt in die Schachenallee fahren, aber nicht umgekehrt.

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