Aarau/Buchs

Welche Läden haben offen, welche geschlossen: Ein Augenschein vor Ort

Ein Augenschein in zwei Einkaufszentren am ersten Tag der neuen Coronaregeln zeigt: Die Lage ist unübersichtlich.

Viele Aargauer Läden mussten am Montag aufgrund der neuen Coronaregeln im Kanton schliessen. Viele aber auch nicht. Man habe die Lehren aus dem ersten Lockdown im Frühjahr gezogen, sagte Landammann Markus Dieth zu Tele M1. Um Verwirrung bei den Kunden zu vermeiden, dürfen deshalb diejenigen Läden, die offenbleiben, das ganze Sortiment anbieten und nicht einzelne Sektoren absperren.

Trotzdem ist die Lage für Kunden noch nicht ganz übersichtlich. So zum Beispiel in Aarau: Während die Coop-Filiale im Telli das gesamte Sortiment anbietet, ist im Coop City an der Igelweid am Montag Vormittag nur der unterste Stock mit Esswaren und Drogerieartikeln offen. Die Make-up- und Schmuck-Ecke sowie der Zugang zu den Rolltreppen in die oberen Stockwerke sind abgesperrt. Dies entspreche der Verfügung des Kantons und sei darauf zurückzuführen, dass es sich beim Coop City um ein Warenhaus und keinen Supermarkt handle, schreibt Rebecca Veiga, Leiterin der Coop-Medienstelle, auf Anfrage.

Wer an der Igelweid Spielsachen oder Unterwäsche sucht, wird am Montag aber dennoch rasch fündig: Im Migros gleich nebenan sind sämtliche Artikel auf beiden Stockwerken erhältlich. Auch der Drogeriemarkt Müller im Gais Center hat beide Stockwerke geöffnet. In der Manor derweil packen Mitarbeiter hinter verschlossenen Türen Ware in Kartons, im Globus ziehen zwei Mitarbeiterinnen die Schaufensterpuppen aus. Das Geschäft schliesst Ende Januar und wird als Bayard neu eröffnet.

Umstrittene Schliessung: Werden kleine Geschäfte gegenüber grossen Läden benachteiligt? Ein Bericht von TeleM1.

Der Beitrag von TeleM1: Werden kleine Geschäfte gegenüber grossen Läden benachteiligt?

     

Wer sich im Wynecenter in Buchs umschaut, spürt auf den ersten Blick wenig von einem Lockdown. Gut ein Dutzend Läden sind offen: vom Handyladen bis zum Reisebüro, der grosse Migros-Supermarkt sowie der Baumarkt mit Gartencenter sowieso. Alles gemäss den neuen Regeln des Kantons, wonach Läden mit Waren für den Alltagsgebrauch offen haben dürfen.

Entsprechend geschlossen sind dagegen Micasa und Electronics, der Schuhladen und das Sportgeschäft. Als stiller Protest gegen die Massnahmen haben saure Gewerbler am Montag drei Geschenke unter den Weihnachtsbaum vor dem Regierungsgebäude gelegt. Ein ironischer Zettel verrät, sie stehen für die «Geschenke des Regierungsrates»: Dass Coop und Migros das Vollsortiment verkaufen dürften, der Onlinehandel Unterstützung erhalte und, der stationäre Detailhandel «über die Klinge springen» müsse.

Auch Konsumenten müssen sich in der neuen Welt zurechtfinden. Ab Freitag ist es für zumindest drei Tage wieder übersichtlich: Über Weihnachten und bis und mit Sonntag bleiben alle Läden ausnahmslos geschlossen. (meb/roc)

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