Auenstein

Wenig Begeisterung für geplanten Jugendtreff: «Der Rücklauf war mager»

Der Verein «Bunker Auenstein» und der Gemeinderat wollten sich für einen Jugendtreff starkmachen. (Im Bild: Jugendtreff Double You in Windisch)

Der Verein «Bunker Auenstein» und der Gemeinderat wollten sich für einen Jugendtreff starkmachen. (Im Bild: Jugendtreff Double You in Windisch)

Der Aufruf an die Eltern, sich für einen Jugendtreff einzusetzen, ist bislang nahezu ungehört verhallt. Wird das Projekt nun beerdigt?

Die Auensteiner Jugend soll einen neuen Treffpunkt bekommen. Das entsprechende Objekt, eine Baubaracke mitsamt Mobiliar, ist vorhanden. Ebenso der Wille des Gemeinderats, das Projekt zu unterstützen, dazu der Verein «Bunker Auenstein», der den Treff betreiben würde. Was fehlt, sind die Eltern, die Verantwortung übernehmen würden. Und die Aussichten sind ernüchternd: Seit dem Aufruf von Gemeinderat und «Bunker» Anfang Oktober hat sich wenig getan. «Der Rücklauf war mager», sagt Gemeindeschreiber Jürg Lanz auf Anfrage. Während der Verein drei Kontakte hatte und mit diesen auch Projektideen besprechen konnte, hat sich bei der Gemeindekanzlei niemand gemeldet.

Ohne Eltern wollen weder Gemeinderat noch Verein Bunker aktiv werden. «Erst will der Gemeinderat engagierte Personen sehen, die sich für die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe zur Verfügung stellen und Mitverantwortung übernehmen», hatte Lanz bereits vor einem Monat gesagt. So soll verhindert werden, dass das Projekt «Jugendtreff» bereits nach wenigen Monaten Schiffbruch erleidet – so, wie das beim ersten Anlauf 2014 der Fall war: Nach der Anfangseuphorie wollte sich plötzlich keiner mehr um den Treff kümmern. «Weder die Jungen noch die Eltern, die sich bereit erklärt hatten, den Jugendtreff zu betreuen und zu begleiten», so Lanz.

Fondue-Plausch abwarten

Wie es nun weitergeht, ob das Projekt beerdigt oder ohne Eltern weiterverfolgt wird, ist noch nicht klar. «Der Gemeinderat ist der Auffassung, dass es einen Jugendtreff braucht und will die Flinte nicht einfach ins Korn werfen», sagt Lanz. Vielmehr wolle man jetzt den beliebten Fondue-Plausch des Vereins Bunker am 26. November abwarten, an dem Freiwillige gefunden und Projektideen besprochen werden können. Lanz: «Der Gemeinderat wird nach diesem Event entscheiden, in welche Richtung es geht.»

Arbeitsgruppe: Interessierte können sich an info@bunker-auenstein.ch oder bei der Gemeindekanzlei melden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1