Aarau

Wieso wohnt der neue Profi-Feuerwehrchef nicht in der Stadt? SVP-Einwohnerrat verlangt Antworten

Wieso wohnt der Aarauer Profi-Feuerwehrchef nicht in Aarau?

Der Bericht von "Tele M1" zum Vorstoss von Max Suter betreffend David Bürges Wohnort.

Seit Anfang Monat hat Aarau den ersten Profi-Feuerwehrkommandanten im Kanton. Der 43-jährige David Bürge wohnt nicht in der Stadt, sondern in Safenwil – rund 20 Autofahrminuten von seinem Arbeitsplatz entfernt.

Das erregt bei der SVP Kritik. Einwohnerrat Max Suter hat Fragen an den Stadtrat geschickt. "Bei einem Feuerwehrkommandanten hat man das Gefühl, dass er in der Nähe wohnen müsste", bringt Suter seine Bedenken gegenüber dem Regionalsender Tele M1 zum Ausdruck. Der Chef sei eine Kaderperson und müsse den Einsatz leiten. "Wenn er einen langen Anfahrtsweg hat, stellt sich die Frage: Ist das möglich?", fragt sich Suter.

Die zuständige Stadträtin Suzanne Marclay-Merz beschwichtigt. Es gehe nicht 20 Minuten, bis die Feuerwehr komme. Es sei nicht immer der Kommandant, der als erster am Brandort sei. "Für das haben wir Pikett-Offiziere", sagt Marclay-Merz.

Aus Sicht der Stadt führt die Anstellung von Bürge zu einer Verbesserung. Als vollamtlicher Feuerwehrchef sei er jeweils den ganzen Tag in Aarau und somit auf Pikett – nicht wie sein Vorgänger. Für Suter bleiben trotzdem Fragen: Auch Bürges Vorgesetzter, der neue Sicherheits- und Stadtpolizeichef Daniel Ringier, wohnt nicht in Aarau. (mwa)

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