Aarau

«Wir können nicht mehr aus eigener Kraft»: Die Schausteller sprechen über ihre schwierige Lage

«Wir können nicht mehr aus eigener Kraft»: Die Schausteller sprechen über ihre schwierige Lage

Gemischte Gefühle im Schachen: Die Schausteller freuen sich über die Möglichkeit in Aarau, ihre Situation bleibt aber schwierig.

Das Corona-Virus hat wortwörtlich den Spass verdorben. Chilbi fand seit dem Lockdown nicht statt, jetzt, in der Jahrmarktsaison sind die Grossveranstaltungen abgesagt. Das fehlende Einkommen und die fehlenden Perspektiven machen den Schaustellern zu schaffen.

Paintball, Churros, Autoscooter, Kettenkarussell. Im Aarauer Schachen steht seit Donnerstagabend ein kleiner Lunapark, organisiert von der Aarauer Schaustellerin Maya Hauri

Es ist alles etwas kleiner als in der Chilbisaison im Herbst üblich. Doch das Coronavirus hat aus dem Jahr 2020 ein besonderes gemacht und die Schausteller sind es, die besonders darunter leiden. 

Froh sind sie deshalb, dass sie in Aarau endlich wieder die Möglichkeit haben, zu arbeiten, Geld zu verdienen, den Menschen eine Freude zu machen. Sie haben ein Schutzkonzept ausgearbeitet, hoffen auf viele Besucher und auf Wiederholungen andernorts.

Die Löcher, die die arbeitslose Zeit in die Portemonnaies gerissen hat, lassen sich mit der Aarauer Chilbi kaum stopfen. «Wir schaffen es nicht mehr aus eigener Kraft», sagt Yvonne Menz aus Reiden und meint damit, dass die Schausteller auf staatliche Unterstützung hoffen.

Wenn auch etwas widerwillig. «Wir haben unser Geld immer selbst verdient und waren nie abhängig von jemandem», sagt der Solothurner Schausteller Vernon Bakker. Endlich wieder arbeiten, das ist es deshalb, was er sich am meisten wünscht.

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