kaz. Aarau

Wirtschaftsprüfer über Zeit am kaz: «Mein Vater, meine Mutter sollen es einmal besser haben»

Es klemmte am Namen, ist Ilir Kryeziu überzeugt.

Es klemmte am Namen, ist Ilir Kryeziu überzeugt.

Mit ihren knappen Ersparnissen haben die Eltern von Ilir Kryeziu ihm einst den Gang ans kaz. ermöglicht. Nun blickt der heutige Wirtschaftsprüfer mit Master von der Universität Basel an seine Zeit an der Berufsfachschule zurück.

Es gibt diesen oft geseufzten Satz in der Arbeiterschicht: «Meine Kinder sollen es einmal besser haben.» Zu dem Satz gibt es ein umgekehrtes Äquivalent: «Mein Vater, meine Mutter sollen es einmal besser haben.» Das war und ist die Hoffnung von Ilir Kryeziu, geboren 1985.

Vater und Mutter haben mit ihren Ersparnissen dem Sohn Ilir ermöglicht, ans kaz. zu gehen und eine Lehre zu machen. Der Sohn war dann so tüchtig, dass er heute imstande ist, dem Vater zu helfen, sich allmählich zu lösen von der Schichtarbeit in der Fabrik.

Warum war es so schwierig damals, nach der Sek in Dürrenäsch? Es klemmte am Namen, lächelt der heutige Wirtschaftsprüfer mit Master von der Universität Basel. Die albanische Abstammung machte es für den jungen Mann damals wirklich hart. Die Wende kam mit dem kaz. Zum ersten Mal spürte der junge Mann Rückenstärkung, Aufwind. Nun war seine innere Kraft gefragt. Blickt Ilir Kryeziu heute auf jene drei Schuljahre im kaz. zurück, ist er noch sichtlich bewegt, wie hart es war. Eines aber war sonnenklar: Das war die Chance, und die hat er gepackt. (mad.)

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