Aarau

Wo Buspassagiere auf mehr Komfort hoffen dürfen

Gemäss Kundenzufriedenheitsbefragung seien die BBA-Fahrgäste punkto Bushaltestelleninfrastruktur im Vergleich zum Kantonsdurchschnitt «überdurchschnittlich zufrieden». (Symbolbild)

Gemäss Kundenzufriedenheitsbefragung seien die BBA-Fahrgäste punkto Bushaltestelleninfrastruktur im Vergleich zum Kantonsdurchschnitt «überdurchschnittlich zufrieden». (Symbolbild)

In seiner Stellungnahme auf eine Einwohnerratsanfrage stellt die Stadt Verbesserungen in Aussicht.

Die Bushaltestellen im Einzugsgebiet der Busbetrieb Aarau AG (BBA) bekommen offenbar gute Noten: In der Beantwortung einer Anfrage von Einwohnerrat Matthias Keller schreibt die Stadt, gemäss Kundenzufriedenheitsbefragung seien die BBA-Fahrgäste punkto Bushaltestelleninfrastruktur im Vergleich zum Kantonsdurchschnitt «überdurchschnittlich zufrieden». Seit 2013 habe die Zufriedenheit sogar kontinuierlich zugenommen.

In seiner Anfrage hatte Matthias Keller grundsätzlich wissen wollen, wie die Stadt Aarau als Mehrheitsaktionärin mit der BBA zusammenarbeitet. Die Qualität der Haltestellen und die Fahrplan-Einhaltung seien wichtige Faktoren, die mitentscheiden, ob das ÖV-Angebot genutzt und somit die Strassen vom Individualverkehr entlastet werden. «Einzelne Haltestellen sind schlecht beleuchtet, nicht überdacht oder besitzen keine Sitzgelegenheit», so Keller. Einzelne Buslinien hätten oft über 20 Minuten Verspätung, was im schlechtesten Fall – beim Halbstundentakt – bedeute, dass der Fahrgast 50 Minuten warten müsse.

Realisierung von Busspuren wird Entlastung bringen

Der Stadtrat schreibt in seiner Antwort, es stünden ihm keine systematischen Auswertungen bezüglich Pünktlichkeit zur Verfügung. Der Stadtrat sei aber «über Probleme im Busbetrieb informiert»: «Die BBA hat bereits seit längerer Zeit während der Spitzenstunden Zusatzbusse im Einsatz, um die staubedingt verlängerten Umlaufzeiten der Busse abzufedern.

Mittelfristig wird die Realisierung von Busspuren an neuralgischen Stellen eine Entlastung bringen, unter anderem in der Buchserstrasse.» Dort ist eine Busspur stadteinwärts vorgesehen. «Auch im aktuellen Sanierungsprojekt der Bahnhofstrasse ist die betriebliche Ausgestaltung in Zusammenhang mit der Buspünktlichkeit ­zentral.»

Was die Aufenthaltsqualität der Bushaltestellen betrifft, kündigt der Stadtrat diverse Projekte an, die zu Verbesserungen führen sollen: Die Bushaltestelle «Obere Vorstadt» wird behindertengerecht ausgestaltet. Wartehäuschen und Fahrgastinformationssysteme werden aufgrund der geringen Einsteigerzahlen (etwa 30 Personen pro Tag) nicht aufgestellt.

Eine bessere Aufenthalts­qualität

Auch die Bushaltestellen «Gais» und «Bavaria» werden behindertengerecht umgebaut. Die Haltestelle «Gais» erhält auch künftig stadteinwärts wieder ein Wartehäuschen, die Haltestelle «Bavaria» beidseits. Im Zuge der Umgestaltung des Dammweges werden die dortigen Bushaltestellen den neusten Anforderungen angepasst, sofern es die Platzverhältnisse zulassen.

An der Haltestelle «Wöschnauring» soll es ein neues Wartehäuschen geben, nicht aber bei den anderen. Auch für die Haltestellen in der Telli verspricht der Stadtrat eine bessere Aufenthalts­qualität.

Derzeit läuft die Erarbeitung des regionalen Gesamtverkehrskonzepts. Phase 1, in der unter anderem die Taktdichte für die verschiedenen Versorgungsgebiete definiert werden, dauere voraussichtlich bis im dritten Quartal 2020, schreibt der Stadtrat. (nro)

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