Neues Stadion

Zehn brennende Fragen: Wie läuft Zusammenarbeit mit Bauherrin HRS?

Wir haben zehn brennende Fragen zum Stadion Torfeld Süd – statt der Bauherrin HRS antwortet Stadtrat Lukas Pfisterer.

Wir haben zehn brennende Fragen zum Stadion Torfeld Süd – statt der Bauherrin HRS antwortet Stadtrat Lukas Pfisterer.

Was sagt eigentlich die Stadion-Bauherrin HRS Real Estate AG dazu, dass der Beschwerdeführer das Verfahren ans Verwaltungsgericht weiterzieht? Wir haben zehn brennende Fragen zum Stadion. Statt der Bauherrin antwortet Stadtrat Pfisterer.

Was sagt eigentlich die Stadion-Bauherrin HRS Real Estate AG dazu, dass der Beschwerdeführer das Verfahren ans Verwaltungsgericht weiterzieht? HRS-CEO Martin Kull hat auf mehrmalige Anfragen diesbezüglich nie geantwortet. Steht die Baufirma noch hinter dem Stadion-Projekt? Und wer muss die zusätzlichen Kosten bezahlen, die durch die Verzögerung entstanden sind? Stadtrat Lukas Pfisterer antwortete auf die Fragen zwar teilweise ausweichend, aber postwendend.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit der Bauherrin des Stadions, der HRS Real Estate AG?

Lukas Pfisterer: Die Zusammenarbeit läuft wie erwartet. Gemäss Auskunft hält die HRS Real Estate AG trotz der Verzögerungen nach möglichen Lösungen Ausschau. Sie steht dabei in engem Kontakt mit der Stadion Aarau AG, in welcher ich den Stadtrat vertrete.

Zum Weiterzug des Beschwerdeverfahrens hat sich vonseiten der Firma nie jemand geäussert. Man kann das als Zeichen deuten, dass das Interesse von HRS am Stadion nicht oberste Priorität hat – wie sehen Sie das?

Die HRS steht hinter dem Projekt. Das haben mir die Verantwortlichen mehrfach versichert. Solange aber juristische Verfahren das Projekt verzögern, sind die planerischen und baulichen Möglichkeiten begrenzt. Dasselbe gilt für die Kommunikation. Was soll kommuniziert werden, wenn noch nicht gebaut werden darf?

Der Beschwerdeführer zieht seinen Einspruch den gegen das neue Fussballstadion an das kantonale Verwaltungsgericht weiter – das Zittern um den Stadion-Neubau geht in nächste Runde. «Tele M1»-Bericht vom 25.2.15.

Der Beschwerdeführer zieht seinen Einspruch den gegen das neue Fussballstadion an das kantonale Verwaltungsgericht weiter – das sagt der FCA-Vize-Präsident und die Bevölkerung. «Tele M1»-Bericht vom 25.2.15.

Die 36 Millionen Franken, die fürs Stadion 2012 budgetiert wurden, reichen heute ziemlich sicher nicht mehr.

Richtig ist, dass jeder Tag, an dem nicht gebaut werden darf, das Gesamtprojekt verteuert. Das langwierige und aufwändige Bewilligungsverfahren verursacht bedeutende Mehrkosten. Zudem haben sich in verschiedenen Belangen auch die Rahmenbedingungen geändert. Neu in Kraft getretene, verschärfte Vorschriften stellen das ehemalige Budget in Frage. Insofern muss die damalige Zahl sicher korrigiert werden. Um wie viel wird sich weisen.

Wann werden die Kosten für den Stadionbau neu berechnet?

Wir warten vorerst auf die Rechtskraft der Baubewilligung. Dann gehen wir in die Details.

Wer müsste hauptsächlich für die Mehrkosten aufkommen?

Alles zu seiner Zeit. Warten wir zuerst das Urteil des Verwaltungsgerichts ab. Liegt dieses vor und wird es rechtskräftig, werden wir auch finanziell in die Details gehen können.

Der HRS wird nur ein kleiner Teil zufallen, oder?

Das werden wir sehen. Derzeit warten wir, das heisst Stadtrat, Stadion Aarau AG und die HRS, auf den Gerichtsentscheid. HRS ist aber nicht der Verursacher der Verzögerungen und der Mehrkosten, die daraus entstanden sind.

Wenn der Anteil der Stadt um mehr als 6 Millionen steigt, wäre eine neue Volksabstimmung nötig, richtig?

Ich kann nur darauf verweisen, dass der Stadtrat nach dem Abschluss des Rechtsverfahrens nochmals über die Bücher gehen wird. Alles Weitere ist heute Spekulation.

Wissen Sie, wo die Suche nach einem Ankermieter für den Stadion-Mantel steht?

Bauherrin HRS hat die Vermietung der Flächen seit längerer Zeit aktiv an die Hand genommen und intensive Gespräche mit möglichen Interessenten geführt. Dies, obschon noch keine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt. An der Vermietung wird der Stadionneubau kaum scheitern.

Wer kommt infrage, nachdem bekannt wurde, dass die Migros im Bahnhofgebäude einzieht?

Ich weiss, dass seitens der HRS enge Kontakte zu möglichen Ankermietern bestehen. Doch auch diese warten verständlicherweise ab, bis sich die Situation geklärt hat.

Warum muss die Bauherrin nicht mehr von den Planungskosten übernehmen?

Warten wir ab, bis die Baubewilligung rechtskräftig ist. Dann können die Berechnungen und die Finanzierung des neuen Aarauer Fussballstadions auf sicherer Basis überprüft werden.

«Darauf waren wir vorbereitet»: FCA-Vizepräsident Roger Geissberger über den Weiterzug der Stadion-Beschwerde.

«Darauf waren wir vorbereitet»: FCA-Vizepräsident Roger Geissberger über den Weiterzug der Stadion-Beschwerde.

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