Aargau
Zweistelliger Millionen-Kredit beantragt: Regierungsrat sagt invasiven Pflanzen den Kampf an

Eingeschleppte Pflanzen bedrohen die einheimische Artenvielfalt. Der Regierungsrat beantragt nun einen Kredit von fast 15 Millionen Franken, um den Schädlingen entgegenzutreten.

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Beispiel für eine invasive Pflanze, welche die einheimische Artenvielfalt bedroht: das Einjährige Berufkraut.

Beispiel für eine invasive Pflanze, welche die einheimische Artenvielfalt bedroht: das Einjährige Berufkraut.

Severin Bigler

Eingeschleppte, gebietsfremde Pflanzen und Tiere, sogenannte Neobiota, bedrohen die einheimische Artenvielfalt. Der Regierungsrat beantragt nun einen Kredit von 14, 8 Millionen Franken, über sechs Jahre, um seine Neobiota-Strategie in den Jahren 2022-2027 umzusetzen.

Bereits im Jahr 2010 hat der Kanton eine kantonale Neobiota-Strategie verabschiedet für die Prävention, koordinierte Bekämpfung, Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Evaluation des Erfolgs.

Zu wenig Ressourcen für Bekämpfung

Die Bekämpfung insbesondere der invasiven gebietsfermden Pflanzen, den Neophyten, soll aber ausgeweitet und intensiviert werden, wie der Kanton in einer Mitteilung an die Medien schreibt. Mit den heute verfügbaren finanziellen und personellen Ressourcen könne die Bekämpfung bei Weitem nicht überall und nicht im erforderlichen Ausmass angegangen werden.

Bisher erfolgte die Neobiota-Bekämpfung punktuell mit den in den zuständigen Abteilungen vorhandenen, beschränkten Mitteln aus dem ordentlichen Budget.

Leider wenig erfolgreich, die Neobiota verbreiteten sich im Kanton weiter, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Zu den Profiteuren, im negativen Sinne, gehöre etwa das bis vor wenigen Jahren noch eher unauffällige Einjährige Berufkraut, welches sich rasant und grossflächig ausbreitet.
Um die Neophyten in den Griff zu bekommen, soll ihre Bekämpfung koordiniert werden. Zudem sind Massnahmen zur Prävention und Sensibilisierung vorgesehen.

Öffentliche Anhörung bis Ende September

Die öffentliche Anhörung zum Verpflichtungskredit startete am Donnerstag und dauert bis am 29. September. Die entsprechende Botschaft soll möglichst noch in diesem Jahr vom Regierungsrat verabschiedet und im nächsten Jahr vom Grossen Rat behandelt werden. (eva)

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