Oberrohrdorf

Höchstleistungen und halsbrecherische Gags an der Turnshow

Der TSV Rohrdorf ist mit einer fulminanten Turnshow ins neue Jahr gestartet. Für einmal konnten sich die Besucher nicht am Programmheft orientieren, da der Zufall beziehungsweise die Würfel über den Ablauf der Nummern bestimmte.

Über 800 Leute drängelten sich am letzten der drei Vorstellungstage in die Turnhalle Hinterbächli. Der Turn- und Sportverein Rohrdorf (TSV) scheint viele Fans zu haben und keiner wollte die traditionelle Neujahrsshow verpassen.

«Leiterlispiel» hiess das diesjährige Motto. Die Gesamtleiterinnen der Turnershow, Joëlle und Lea Kaufmann, düsten herum, um noch irgendwo Platz zu finden für den nicht enden wollenden Besucherstrom. «Wir sind überwältigt über diesen riesigen Volksauflauf.»

Die Sketchgruppe, die jedes Jahr zum Einsatz kommt, machte den Auftakt, führte durch die Veranstaltung und überbrückte die Umbaupausen zwischen den spektakulär inszenierten Nummern mit Gags und halsbrecherischen Einsätzen.

Zum Beispiel als einer der Turner beim Balanceakt auf der Feuerwehrleiter an der Decke hängen blieb und bis zu seiner Rettung im schwebenden Zustand 10 Minuten verharren musste. Natürlich war alles, was spontan daherkam, vorher sorgfältig einstudiert worden.

Wenn die Mannen zwischendurch auf ihrem Leiterlispiel einen Zug machten, wurde das auf Grossleinwand übertragen. Die Zahl des jeweiligen Spielfelds, auf das sie ihre Figuren würfelten, bestimmte, welche Nummer als Nächstes auf der Bühne geboten wurde.

Die Zuschauer konnten sich also nicht ans Programmheft auf den Tischen halten, sondern wurden jedes Mal überrascht.

Erfahrung hat sich ausgezahlt

Gleich zu Beginn kam so einer der Stars des TSV Rohrdorf auf die Bühne: Andreas Gribi, mehrfacher Goldmedaillenträger, zeigte eine atemberaubende Übung am Hochreck. Auch der preisgekrönte Sämi Järmann stellte in einem Farbenmeer aus Lichtern sein geräteturnerisches Können unter Beweis.

Die Tanzeinlagen und Jonglagen der Jutu-Knaben und -Mädchen, sowie der Teams Gym Dance und Teen’s Gym wurden ebenso frenetisch beklatscht, wie die wunderschön choreografierte Einlage an der Sprossenleiter von der Gruppe Geräteturnen. Das Team Vereinsgeräteturnen Männer hoppelte in Hasenanzügen auf die Bühne.

War es schwierig, mit so vielen Mitwirkenden (70 Erwachsene, 150 Kinder) eine stimmige Performance zu kreieren? «Nein», betonen die Schwestern Joëlle und Lea: «Da steckt langjährige Erfahrung dahinter.»

Sie zeigen auf ein Plakat einer Neujahrs-Turnshow aus 1969 und erläutern: «Mittlerweile hat jede Riege Erfahrung, wie sie ihr Können am Besten in Szene setzt.»

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