Badenfahrt 2017
1,2 Millionen Leute besuchen die Badenfahrt: «Absolut einzigartig»

Die zehn Tage dauernde Badenfahrt, eines der grössten Volksfeste der Schweiz, hat einen Besucherrekord erlebt. Mehr als 1,2 Millionen Personen besuchten gemäss Angaben der Organisatoren das Fest.

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Blick ins Festgebiet ennet der Hochbrücke mit Riesenrad und weiteren Festbeizen.
34 Bilder
Leinen los heisst es auf der Hochbrücke bei Herrn Schmidt.
Das Finale des Festspiels mit Merker Bianca und Musical Space Dream.
Festbeizen in neuen Dimensionen: «universALL» und «Dorian Grey».
Adrian Stern vor heimischem Publikum mit lokalen Musikern.
Badenfahrt 2017: Die schönsten Augenblicke
Wer verliebt sich bei diesem Anblick nicht in das malerische Baden?
Die serbische Beiz "Kolo Baden" bot ein gemütliches Plätzchen an der Limmat und bot Live-Musik.
Einfach toll – die Badenfahrt bei Nacht. Schön war's: Die Badenfahrt 2017 bleibt in bester Erinnerung.
Die Projektion "Ouroburus" von Pascal Arnold beleuchtet den Stadtturm an der Badenfahrt. (21. August 2017)
Die Zurzibiet-Beiz "Baumhuus" auf dem Schlossbergplatz.
Festbesucher auf dem Schlossbergplatz. (21. August 2017)
Der erste Samstagabend wurde zu einer langen Partynacht. Die Dancefloors waren pumpenvoll. Im Bild: Charlies Dampfer.
Kreativ gestaltete Bars zierten die Limmat-Hochbrücke an der Badenfahrt. Das grosse Volksfest zählte mehr als 1,2 Millionen Besucher.
Umgekehrt: Die Zürcher Zünfte beehren die Aargauer Badenfahrt.
Nächtliches Baden mit Blick auf die Hochbrücke.
Exklusiv: Die Spanischbrötlibahn durfte als erste durch den neuen Bustunnel fahren.
Hoch hinaus.
Auch für Kinder ist die Badenfahrt ein Heidenspass.
Die SNCF-Lokomotive 30.R.1244 war am ersten Festsonntag mit ihrem Halt in Baden ein Publikumsmagnet.
Bei diesem Anblick schlägt wohl so manches Kinderherz höher – und nicht nur.
Hier steigt zehn Tage lang Party: unter der Hochbrücke.
Die Kreativität kennt keine Grenzen an der Badenfahrt: ein Pool in der Bar.
Die Raketenbeiz – ein Hingucker.
Jauchzen und Kreischen in der Lunapark-Region.
Innig: Ein Kuss während des Konzerts der Pedestrians
Mit allen Sinnen dabei: Der Dirigent des Wasserspiels, das beim Tränenbrünneli aufgeführt wird.
Leidenschaftlich: Adrian Stern bei seinem Konzert
Aufregend: Eine temporeiche Fahrt im Lunapark
Ausgelassen: Die Party-Nacht im Oceans Club
Konzentriert: Gezielter Wurf an den Kubb-Meisterschaften im Kurpark
Vorfreude: Blick aus dem Führerstand der Dampflock
Dynamisch: Ein Mädchen misst seine Kraft am Box-Automaten
Kreischend: Das Service-Team der Polygon-Bar in bester Laune

Blick ins Festgebiet ennet der Hochbrücke mit Riesenrad und weiteren Festbeizen.

Sandra Ardizzone

Es habe eine sehr positive Stimmung geherrscht, sagte OK-Präsident Adi Hirzel am Montag auf Anfrage. Auch das Wetter sei hervorragend gewesen. Die Badenfahrt ging in der Nacht auf Montag zu Ende.

Die Stadt könne mit Stolz sagen, "dass ihr Fest absolut einzigartig und unerreicht ist", teilten die Organisatoren mit. Auf dem 32 Fussballfelder grossen Festgelände standen 95 kreativ gestaltete Beizen.

Auf drei Bühnen fanden 130 Konzerte statt. Es gab 1000 verschiedene Unterhaltungsprogramme. Mindestens 10'000 Helferinnen und Helfer standen während zehn Tagen im Einsatz.

Auf dem Festgelände laufen nun die Abräumarbeiten und Putzarbeiten auf Hochtouren. Bis in zwei Wochen sei wohl alles wieder wie üblich, zurück blieben jedoch die schönen Erinnerungen und Wehmut, sagte Hirzel.

Die Badenfahrt ist auch ein riesiges logistisches Unternehmen. So zählten die Organisatoren eine Million Mehrwegbecher. Der öffentliche Verkehr beförderte über eine Million zusätzliche Fahrgäste (Hin- und Rückreise). Es verkehrten zudem mehr als 4300 zusätzliche Busfahrten und 50-Nacht-Extrazüge.

Als Herausforderung bezeichneten die Organisatoren den ausserordentlich grossen Besucheraufmarsch am ersten Wochenende sowie die vielen Festbesucher von Montag bis Mittwoch aus dem Limmattal, aus Zürich und Aarau. Viele dieser Besucher ärgerten sich, dass der Festpass nur im Ostaargau als Bahnbillett gültig war.

Bis Mitternacht alles friedlich

Insgesamt verzeichneten die Sanitäter und Rettungskräfte 816 Bagatell-Vorfälle. 77 Personen mussten hospitalisiert werden - dies wegen übermässigen Alkoholkonsums.

Der Festverlauf ab Festbeginn bis Mitternacht verlief meistens friedlich und besonnen. Ab Mitternacht kippte die Stimmung teilweise. Die täglichen Streitigkeiten und die teilweise gereizte Stimmung nach Mitternacht belastete den Einsatz der Sicherheitskräfte. Es kam zu Schlägereien, kleineren Diebstählen und Pöbeleien.

Das Fest ist mittlerweile so gross, dass es nur alle fünf beziehungsweise alle zehn Jahr stattfindet. Alle zehn Jahre, wie 2017, gibt es eine grosse Badenfahrt, dazwischen jeweils eine kleine. Die Badenfahrt gehört inzwischen zum immateriellen Kulturerbe der Schweiz.

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