Obersiggenthal

10 Millionen Franken Baukosten: Einwohnerrat sagt Ja zum Planungskredit für neues Schulhaus

Das neue Schulhaus soll bis 2023 auf dem Goldiland-Areal erstellt werden, wo bereits das «Chinderhuus» (Bild) steht.

Das neue Schulhaus soll bis 2023 auf dem Goldiland-Areal erstellt werden, wo bereits das «Chinderhuus» (Bild) steht.

Dass Obersiggenthal weiteren Schulraum braucht, war im Einwohnerat am Donnerstagabend unbestritten. Der Rat genehmigte 550 000 Franken für die Planung des neuen Schulhauses Goldiland.

Am Ende fiel das Resultat deutlich aus: Der Verpflichtungskredit von 550 000 Franken für einen Studienauftrag zum Schulhausneubau Goldiland wurde mit 28 Ja- gegen 6 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen angenommen. Das neue Schulhaus soll bis 2023 auf dem Goldiland-Areal erstellt werden, wo bereits das «Chinderhuus» steht. Mit diesem Geld wird unter anderem ein Architekturwettbewerb durchgeführt.

Das Schulhaus soll in zwei Etappen gebaut werden. Die erste Etappe ist so terminiert, dass acht Primarschulabteilungen zu Beginn des Schuljahres 2023/24 bezugsbereit sein werden. Ob danach eine zweite Etappe mit weiterem Schulraum realisiert wird, in Form eines Anbaus oder eines eigenen Gebäudes, ist noch unklar.

Die Kosten für den Bau der ersten Etappe werden sich gemäss aktuellen Schätzungen auf rund 10 Millionen Franken belaufen. Mehrere Fraktionen im Einwohnerrat forderten den Gemeinderat auf, der Stimmbevölkerung betreffend einer allfälligen Steuererhöhung frühzeitig «reinen Wein» einzuschenken.

Dass Obersiggenthal weiteren Schulraum braucht, war im Einwohnerat am Donnerstagabend unbestritten. Die Primarschulen sind kapazitätsmässig bereits seit einigen Jahren am Anschlag. Die SVP forderte, es dürfe keine Luxusvariante erstellt werden, und verlangte, es müssten auch Vorschläge in Modulbauweise vorhanden sein, und dass in der Jury ein Modulbaufachmann sitzen müsse. Diese Anträge wurden zwar abgelehnt, aber Gemeindeammann Dieter Martin (FDP) erklärte, Elementbauten würden beim Studienauftrag berücksichtigt.

Urs Müller von den Grünen schlug vor, Zusatzzimmer wie Gruppenräume kleiner als derzeit vorgesehen zu realisieren, was bereits bei der ersten Etappe Platz für mehr Schulzimmer bieten würde. «Wir müssen uns nicht sklavisch an die Vorgaben des Kantons halten.» Carol Demarmels von der SP-Fraktion äusserte sich derweil enttäuscht darüber, dass die Idee, eine Tagesschule zu integrieren, nicht weiterverfolgt werde. (PKR)

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