Für 9,916 Millionen Franken wollen der Kanton und die Gemeinde Niederrohrdorf den Belag sowie die alten Werkleitungen der Bremgarten- und Oberdorfstrasse sanieren. Zeitgleich werden die Verkehrssicherheit und das Ortsbild verbessert. Im November 2013 bewilligte die Niederrohrdorfer Gemeindeversammlung den Kredit über 7 Millionen Franken – den Anteil der Gemeinde an den Gesamtkosten. Das Projekt lag bis Ende September öffentlich auf. Nun sind fünf Einwendungen eingegangen.

Zwei der Einsprachen beziehen sich auf das gesamte Projekt. «Unser Ziel ist es, die Verkehrssicherheit und die Attraktivität des Ortskerns zu erhöhen», sagt Bauverwalter Sandro Fischer. «Dies möchten wir erreichen, in dem wir eine ausgeglichene Koexistenz zwischen Fussgänger und rollendem Verkehr anstreben.» Zwei der Einsprecher seien aber der Ansicht, dass man den Verkehr zügig durch das Dorf rollen lassen soll. Deshalb stören sie sich beispielsweise am Mini-Kreisel, der dazu beiträgt, dass die Fahrer das Tempo reduzieren.

«Einem der beiden Einwender geht die Begrenzung der Strassenbreiten auf sechs Meter zugunsten grosszügiger Fussgängerbereiche zu weit», sagt Fischer. «Er befürchtet, dass die Lastwagen und Gelenkbusse beim Kreuzen auf die Trottoirs ausweichen müssen.» Der andere Einsprecher kritisiert die Ausgestaltung der Kurve beim Schulhaus Dorf – sie sei zu schmal. «Das gesamte Projekt bestand alle kantonsinternen Kontrollstellen, und auch das speziell zur Prüfung von Sicherheitsfragen eingesetzte, neutrale ‹Road Safety Audit›», sagt der Bauverwalter.

Die restlichen drei Einwendungen beziehen sich auf Detailfragen oder Unklarheiten. Eine Einsprache nimmt die Verbindung zwischen Trottoir und Fahrbahn ins Visier, die sogenannten Randabschlüsse: «Betagte Leute sollen ohne Mühe die Strasse mit dem Rollator überqueren können», erklärt Fischer das Anliegen. Ein Anstösser wollte mit seiner Einsprache sicherstellen, dass die Zufahrt zu seiner Garage trotz Baustelle möglich ist. «Ein anderer möchte den Zaun bei der Bushaltestelle Welschland auf zwei Meter erhöhen, um seinen Garten besser vor Littering zu schützen.»

Baubeginn im Herbst 2015

Die Einwendungen werden nun vom kantonalen Departement für Bau, Verkehr und Umwelt behandelt, bevor der Regierungsrat darüber entscheidet. Fischer ist überzeugt, dass die Einsprachen zu keiner Verzögerung des Projekts führen. «Wir hoffen, dass wir bis im Herbst 2015 mit den Bauarbeiten beginnen können.»