«Wir rechneten mit mindestens 10 000 Besucher – es kamen aber über 13 000», sagt Michel Walde erfreut. Als Projektleiter organisierte er die Messe für die ZT Fachmessen AG. Der erfolgreichste Tag war der Sonntag: «Ungefähr 5000 Besucher kamen am letzten Tag. Zusammen mit der Steelband ‹Fassbodechlopfer› sorgten sie für richtig gute Stimmung», sagt Walde.

Obwohl nicht für einzelne Höhepunkte, sondern für die Messe als Ganzes Werbung gemacht wurde, sei auch der Vortrag von Werner van Gent oder das Konzert von Heiri Müller gut besucht gewesen. Globi kam vor allem bei den jüngsten Besuchern gut an: «Er war ein Magnet – und sorgte für viele fröhliche Kindergesichter.» Der pinkfarbene Teppich im Regio-Treff in der Halle 1 erntete positive Reaktionen: «Viele Besucher sagten mir, diese Farbe sei mal etwas anderes, etwas Neues.»

Weil das schlechte Wetter am Wochenende die Besucher in die Hallen lockte, war der Aussenbereich mit den Marktständen weniger gut besucht. «Die Marktfahrer machten an der Messe sicher nicht das Geschäft ihres Lebens», erklärt Walde. Am Sonntag waren die Wetterkapriolen besonders heftig: «Es herrschte Sturmwarnung – um die Sicherheit der Markfahrer zu gewährleisten, mussten wir sie im Eingangsbereich der Halle 2 unterbringen.» Einige hätten gar die Zelte abgebrochen.

Dem Wetter trotzten zwei Brüder: «Sie grillierten Trüffelbratwürste draussen auf dem Platz und verkauften fast alle davon.» Während der Aufräumarbeiten nach der Messe liessen sie sich von der Hektik nicht anstecken, grillierten gemütlich weiter und verkauften noch ihre letzten Würste.

Die Herbstmesse Wettingen sei für Walde etwas Besonderes: «Es ist quasi ein Heimspiel.» Zudem sei es eine Erleichterung gewesen, dass die Gemeinde mit ihren Persönlichkeiten hinter dem Projekt gestanden sei: «Es ist immer schön, wenn alle gemeinsam am gleichen Strick ziehen.»