Unzählige Teelichter tauchten den Platz vor der Katholischen Kirche am Samstagabend in ein warmes Licht und liessen eine vorweihnachtliche Stimmung aufkommen. «Eine Million Sterne» nennt sich der Anlass, welcher in der ganzen Schweiz an jene Menschen erinnern soll, die von Armut betroffen sind. In Baden wurde der Anlass von Caritas in Zusammenarbeit mit der Reformierten und Katholischen Kirche in Baden organisiert. Der Erlös geht an Hilfsprojekte für betroffene Familien in der ganzen Schweiz.

«Und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen» steht in der Bundesverfassung – und genau dieses Motto stand im Zentrum. «Auch in der Schweiz gibt es Erwachsene und Kinder, die von der Armut betroffen sind», sagte André Meier vom Kirchlichen Regionalen Sozialdienst Baden zu Beginn der Veranstaltung. Rund 1500 Windlichter wurden aufgestellt, um an diese Menschen zu erinnern und zur Solidarität aufzurufen.

Bei ihrer Rede zeigte sich Stadträtin und Sozialvorsteherin, Regula Dell’Anno, beeindruckt von dem, was hier stattfindet. «Das Licht ist ein Symbol, das von allen verstanden wird.» Denn auch in Baden gebe es Leute, die auf Unterstützung angewiesen sind. Rund 300 Menschen brauchen Sozialhilfe, ein Fünftel davon sind Kinder. «Mit der heutigen Aktion zeigen wir Mitgefühl und Solidarität», so die Stadträtin, «und was wir heute geben, kommt irgendwann wieder zu uns zurück.»

Lichtermeer für sozialen Zusammenhalt

Lichtermeer für sozialen Zusammenhalt

Ein ganz besonderer Stern

Für den Anlass konnten die Organisatoren den Singer und Songwriter Adrian Stern verpflichten: «Es ist das erste Mal, dass ich die Ehre habe, in einer Kirche zu spielen», so der Musiker zu Beginn seines Benefizkonzertes. Die spezielle Akustik des altehrwürdigen Gebäudes verlieh dem Konzert denn auch eine andächtige Atmosphäre. Die warmen Gitarrenklänge hallten lange nach und verschmolzen mit der Stimme des Badener Sängers. Und während die letzten Töne verhallten, war es draussen langsam dunkel geworden. Und nur die flackernden Kerzen erhellten noch den Platz vor der Kirche und luden ein, bei einem Glühwein oder Punsch noch ein wenig zu verweilen und den Abend feierlich ausklingen zu lassen.