Es ist schon beeindruckend, wenn drei Drummer und der Frontmann gemeinsam mit ihren Stöcken auf die Schlagzeuge eindreschen. Wenn dann noch ein Cello, vier Posaunen, zwei Saxofone, zwei E- und eine Bass-Gitarre, ein Keyboard und eine Frauenstimme mit einstimmen, dann vibriert alles um einen herum.

Die 16 Protagonisten fuhren auf der alternativen Bühne mit allem auf, was ihre Instrumente hergaben: Da war Gesang, Geschrei, Getrommel, Bässe, Posaunen und mittendrin die Songtexte des Frontmanns Till Ostendarp. Er pfefferte seine Texte ungeschönt auf das Publikum. Er sang vom «Held und Hurensohn», vom «Pfau, der brennt und aus der Asche steigt» und vom «Post auf Instagram, der neuen Revolution!».

Dem Publikum gefiel es. Die einen kannten die Texte bereits auswendig. Andere kannten nicht einmal die Band, liessen sich aber mitreissen, tanzten, zeigten sich begeistert vom Konzert.

Name entstand aus Jux

Wer steckt hinter hinter dem Pirmin Baumgartner Orchester? «Der Name entstand aus einem Jux heraus, damals noch an der Kanti», sagte Frontmann Ostendarp nach dem Konzert. «Pirmin Baumgartner ist eine reine Fantasiefigur. Später konnten wir den Namen nicht mehr ändern.» Normalerweise besteht das Orchester aus 18 Personen, darunter sind Studenten, normale Berufsleute und auch Musiker. Der Cellist und sämtliche Bläser im Orchester haben eine klassische Ausbildung. Zwei Musiker kommen aus dem Jazzbereich.

Und der Frontmann selber? Er sei Berufsmusiker, verrät Ostendarp. Normalerweise sei er mit «Faber» unterwegs als Schlagzeuger und jährlich präsent an 150 Konzerten im In- und Ausland.

Das Ensemble ist nicht so oft auf Tour. Mit so vielen Personen ist das auch fast gar nicht möglich. Aber immerhin rund einmal im Monat gibt es von der Band einen Gig. Ja, sie haben Eindruck hinterlassen, die Leute vom DPBO, gewaltig!