Fislisbach

1700 Fleischvögel – Corona-Virus brachte «Chämi Metzg» in die Bredouille

Die Aktion auf Facebook war ein voller Erfolg.

Die Aktion auf Facebook war ein voller Erfolg.

Wegen der abgesagten Generalversammlung der Raiffeisenbank Rohrdorf-Fislisbach blieb der «Chämi Metzg» auf 1700 Fleischvögeln sitzen. Vermeintlich. Denn eine Facebook-Aktion half aus der Misere. Innert vier Stunden gingen die Vögel über die Theke.

Am Dienstagmorgen erreichte Marcel Wüest, Geschäftsleiter der «Chämi Metzg», eine betrübliche Nachricht. Die Raiffeisenbank Rohrdorf-Fislisbach hatte ihre Generalversammlung vom 7. März absagt. Grund: das Corona-Virus.

Auf einen Schlag sass der «Chämi Metzg» auf 1700 Fleischvögeln. Diese hätten in den beiden Hallen in Ober- und Niederrohrdorf den Raiffeisen-Mitgliedern aufgetischt werden sollen. Die GV war vom Kanton bewilligt worden, doch um «die Gesundheit der Mitglieder, Mitarbeitenden und Veranstaltungspartner zu schützen», entschied sich die Bank, den Anlass abzusagen.

Was also machen? Wüest und sein Team platzierten auf Facebook einen Post, eine «Fleischvogel-Aktion» für 25 statt 31 Franken pro Kilogramm. Am Dienstag um 13.30 Uhr wurde die Meldung aufgeschaltet, um 17.15 Uhr waren alle 1700 Fleischvögel über die Theke gegangen.

«Die Solidarität war überwältigend», sagt Wüest, «wir wurden regelrecht überrannt. Wir hätten locker noch 1000 Stück mehr verkaufen können.» In einer normalen Woche verkauft der «Chämi Metzg» 20 bis 50 Fleischvögel.

Der Facebook-Aufruf wurde über 30000 Mal angeschaut und rund 600 Mal geteilt. Es seien vor allem Kunden aus der Region gewesen, die dem «Chämi Metzg» aus der Misere halfen. Nun will Wüest in einem Facebook-Video seinen Kunden Danke sagen.

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