Obersiggenthal
2. Wahlgang bei Gemeindewahlen: Das Rätselraten beginnt von vorne

Im Kampf um das Gemeindeammann-Amt kommt es zum 2. Wahlgang. Doch wer tritt dort überhaupt an?

Pirmin Kramer
Drucken
Teilen
Dieter Martin (links) wisse noch nicht, ob er noch einmal antrete. Für Franz Mesey kommt ein 2. Wahlgang nicht mehr in Frage. Auch Linus Egger weiss noch nicht, ob er noch einmal antritt.

Dieter Martin (links) wisse noch nicht, ob er noch einmal antrete. Für Franz Mesey kommt ein 2. Wahlgang nicht mehr in Frage. Auch Linus Egger weiss noch nicht, ob er noch einmal antritt.

zvg/Sandra Ardizzone/Rolf Jenni

Obersiggenthal hat nach dem 1. Wahlgang noch keinen neuen Gemeindeammann. Dieter Martin (FDP), der das Amt momentan inne hat, verpasste das absolute Mehr um 76 Stimmen. Seine erste Reaktion: «Ich bin enttäuscht, dass es nicht für die Wiederwahl gereicht hat. Ich hatte damit gerechnet, dass ich es schon im 1. Wahlgang knapp schaffen könnte.»

Ob er im zweiten Wahlgang wieder antrete, das wisse er noch nicht, sagte er gestern Nachmittag. «Ich muss erst das Ergebnis analysieren, das Ergebnis verdauen und darüber schlafen.» Zu den möglichen Gründen, warum es mit der Wiederwahl im 1. Wahlgang nicht klappte, sagte Martin: «Ich hätte betreffend der Kommunikation im Vorfeld der Wahlen wohl einiges besser machen können.»

Eine klare Niederlage setzte es im Kampf um das Gemeindeammann-Amt für Franz Mesey (parteilos) ab. Er erhielt zwar nur 172 Stimmen weniger als Dieter Martin; doch er verpasste die Wahl in den Gemeinderat, weswegen er als Gemeindeammann im 2. Wahlgang nicht mehr infrage kommt. Für eine Stellungnahme war Franz Mesey gestern telefonisch nicht zu erreichen.

Kein offizieller Gemeindeammann-Kandidat war Linus Egger (CVP); er hatte im Vorfeld aber erklärt, bei einem guten Resultat im 1. Wahlgang würde er sich eine Gemeindeammann-Kandidatur im 2. Wahlgang überlegen. Nun erhielt er 173 Stimmen. «Ein gutes Resultat», kommentierte er gestern Abend.

«Ob ich im 2. Wahlgang antrete, weiss ich aber noch nicht. Am Montag haben wir eine Gemeinderatssitzung, wir werden dort sicher Gespräche führen.» Auch die Parteispitzen würden sich in den kommenden Tagen treffen. Klar ist derzeit nur eines: Fünf Kandidaten kommen als Gemeindeammann infrage – jene, welche gestern den Sprung in den Gemeinderat schafften.

SP verteidigt ihren Sitz

Gross ist die Freude bei Aline Schaich (SP): Sie konnte den Sitz von Marie-Louise Nussbaumer verteidigen, die nicht mehr zur Wahl antrat. Aline Schaich: «Ich denke, die Wählerinnen und Wähler haben mir auch darum ihre Stimme gegeben, weil ich die neue, jüngere Generation repräsentiere. Mit meiner Wahl wird auch klar bekräftigt, dass die SP einen Anspruch auf einen Sitz im Gemeinderat hat.» Sie habe immer daran geglaubt, dass sie die Wahl im 1. Wahlgang schaffen könnte. Nun freue sie sich sehr auf ihre Aufgaben im Gemeinderat.

Einen erfolgreichen Tag bei den Gemeinderatswahlen hatte die CVP – Walter Vega und Linus Egger wurden mit den besten Resultaten aller Kandidaten wiedergewählt. Zufrieden sein darf auch Franziska Grab (SVP). Sie schaffte die Wiederwahl in den Gemeinderat locker, zudem wurde sie als Frau Vizeammann bestätigt.