Feiern ohne Grenzen
200 Jahre Ennetbaden: Diese Trennung ist ein Grund zum Festen

Trennungen sind normalerweise kein Grund zum Festen. Wenn aber deshalb eine 200-jährige Erfolgsstory beginnt, dann schon – so wie im Falle Ennetbadens. Wobei die Limmat am vergangenen Wochenende keine Grenze darstellte.

Hans Christof Wagner
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Aus 200 Jahren Ennetbaden das Beste gemacht: Gemeindeammann Pius Graf sprach am Festakt auf der Bühne.
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José Luis und Marianna Fraile aus Spanien kochten in ihrer Beiz Paella.
Zauberer Rodolfo unterhielt Kinder und Erwachsene.
Dorffest 200 Jahre Bilder vom Dorffest Ennetbaden
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
Dorffest 200 Jahre Bilder vom Dorffest Ennetbaden
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
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200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
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200 Jahre Ennetbaden 2019 (BG zum Haupttext)
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
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200 Jahre Ennetbaden Fest zur Feier vom 200 Jahre Ennetbaden aufgenommen am 7. September 2019.
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Dorffest 200 Jahre Bilder vom Dorffest Ennetbaden
Dorffest 200 Jahre Bilder vom Dorffest Ennetbaden

Aus 200 Jahren Ennetbaden das Beste gemacht: Gemeindeammann Pius Graf sprach am Festakt auf der Bühne.

Claudio Thoma

«Wir haben aus 200 Jahre Gemeinde Ennetbaden das Beste gemacht», sagt am Festakt Gemeindeammann Pius Graf (SP). Heute könnten sich Badener und Ennetbadener «auf Augenhöhe» begegnen. Landstatthalter Urs Hofmann setzt sogar noch einen drauf: «Ennetbaden ist die gute Stube von Baden», unterstreicht er die Bedeutung des Dorfes. Der Applaus ist dem Regierungsrat sicher. Und weiter: «Ich bin heute Gast in einer wohlbestellten Gemeinde, die mit Recht stolz auf ihre 200-jährige Geschichte sein kann.» Das findet auch die Spanischbrödlizunft aus Baden, die den Schritt über die Limmat wagte, um Ennetbadens Vizeammann Jürg Braga zum Zunftstatthalter zu salben.

Nach den Ansprachen haben die Festredner und Ehrengäste im «Genuss Fass» reserviert. Die Offiziellen hätten auch im «Platzhirsch» zu Mittag speisen können, zumal es auf der Fressmeile entlang der Limmat die Beiz ist, in der die Gemeinde selbst auftischt. Aber vielleicht mundeten die Speisen, Variationen vom Grill und Pommes, in der Beiz der Rivaner Zunft doch besser. Denn Tatar, aus Fleisch und auch vegetarisch, im «Platzhirsch» ist wohl nicht jedermanns Sache. «Es sollte halt schon etwas Spezielles sein», berichtet Daniel Widmer, Leiter des Ennetbadener Steueramts. Wobei: «Auch wenn wir nicht am heissen Herd stehen müssen, rohes Fleisch anzubieten, ist trotzdem eine Herausforderung.» Und die Fleisch-Variante sei auch bei den meisten Besuchern der Favorit. «Obwohl ich immer versuche, die Leute auch von der Vegi-Alternative zu überzeugen.»

«Von wegen Schlafdorf»: Das sagen die Besucher:

Pascal und Luciana Muster, beide 40, aus Baden: Er isst einen Grillspiess, Sohn Matteo tibetische Momos und Mama Luciana Coxinha, brasilianische Geflügelkroketten. Sie stammt selbst aus São Paulo/Brasilien und findet, dass es in Ennetbaden wie daheim schmeckt.
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Walter und Judith Zürcher, 75 und 70, wohnen schon seit 44 Jahren in Ennetbaden und finden das Fest super, um Leute zu treffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat.
Bruno Engel, 33, aus Wetzwil (ZH) ist nur aus einem «Riesenzufall». hier gelandet. Die in Neuenhof wohnhafte Grossmutter seiner Tochter machte den Vorschlag, hierherzukommen. Er geniesst das bunte Treiben und dass das Fest auch ruhige Ecken bereithält.
Denise Stofer, 42, aus Ennetbaden ist besonders positiv aufgefallen, dass das Dorffest nicht nur Party ist, sondern die Dorfgeschichte mit einbezieht – beim Theaterprojekt oder dem Auftritt der Trachtengruppe.
Den beiden früheren Ennetbadener Metzgersleuten Anton und Margrith Vonarburg, 78 und 70, gefällt das speziell Dorffest sehr, weil es ein friedliches und freundliches Miteinander sei.
Der Sohn von Fränzi Frick, 45, spielte im Theaterprojekt mit. Gemeinschaftserlebnisse für die Einwohner eines Dorfes hält sie für sehr wichtig.
Urs Cipolat, 52, Ennetbaden: «Ennetbaden gilt auch als Schlafdorf.» Mit dem Dorffest sei aber bewiesen worden, dass das nicht stimmt, findet er.
Gina aus Baden (l.) mit Freundin Ann-Margaret aus Dubai. Diese hätte nicht gedacht, dass das Dorffest so international ist.
Alfons Hosp, 76, aus Ennetbaden lobt die gute Organisation des Dorffests, das grosse Angebot an Attraktionen und dass für diese kein Eintritt verlangt wird.

Pascal und Luciana Muster, beide 40, aus Baden: Er isst einen Grillspiess, Sohn Matteo tibetische Momos und Mama Luciana Coxinha, brasilianische Geflügelkroketten. Sie stammt selbst aus São Paulo/Brasilien und findet, dass es in Ennetbaden wie daheim schmeckt.

Hans Christof Wagner

Swissness mit internationalem Charme

Am Stand «Little Tibet» ist es eher umgekehrt. Dort wird gerne die fleischlose Art der Momo-Teigtaschen geordert. Aber die sind gerade aus. Koch Naka Passang hat den Nachschub schon bestellt. «Momos sind sehr bekömmlich, nicht fett, weil dampfgegart», erzählt der Tibeter. Gina aus Baden («Bin vor allem wegen der Momos hier») teilt sich eine Momo-Portion mit Freundin Ann-Margaret, die eigens aus Dubai zu Besuch ist. Der Gast aus den Arabischen Emiraten ist angetan, sagt: «Hätte nicht gedacht, dass das hier so international ist.»

International geht es auch am Paella-Stand zu, wo José Luis und Marianna Fraile aus Spanien wirten. «Die Original-Paella besteht aus Kaninchen und Poulet», berichtet er. Aber das Paar, seit Oktober mit einem spanischen Restaurant in Baden ansässig, hat die bekanntere Version mit Meeresfrüchten im Angebot. Das Meer ist auch in der Beiz von «Herr Schmidt» Thema, wo das Limmatufer mit Fischernetzen und Seemannsdeko einer Hafenbeiz gleicht. «Viele kommen vor allem wegen unserer Matjes», so Reto Geissmann, einer der Verantwortlichen hinter dem speziellen Gastrokonzept «Aargau trifft Nordsee».

Hier Internationalität, dort Swissness pur – beizentechnisch bot das Dorffest 200 Jahre Ennetbaden beides. «Wir haben versucht, vor allem die lokalen Gruppen, Vereine und Beizen zu berücksichtigen», sagt Raoul Abraham, im OK für die Festwirtschaft zuständig. Wobei lokal eben auch Badener einschliesst.

Das war der Freitag am Dorffest:

Impressionen "200 Jahre Ennetbaden"
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Impressionen "200 Jahre Ennetbaden"
200 Jahre Ennetbaden - so schön war der Freitag
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Impressionen "200 Jahre Ennetbaden"
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Impressionen "200 Jahre Ennetbaden"

Claudio Thoma