Für den Bezug von Strom müssen die Kundinnen und Kunden des Elektrizitäts- und Wasserwerks Wettingen (EWW) im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Der Grund: Die Preise für die Strombeschaffung (Energiepreise) sind in den letzten zwölf Monaten um über 50 Prozent gestiegen. Das EWW teilt mit, dass dies für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 kWh eine Strompreiserhöhung von rund 60 Franken für 2019 bedeutet.

Wobei der Preisanstieg im Niedertarif etwas höher ist als im Hochtarif. Damit sei die Talsohle der tiefen Strompreise vorläufig durchschritten. Weil das EWW in den letzten Jahren die Preisreduktion stets an ihre Kunden weitergegeben habe, könne es nicht auf Schwankungsreserven zum Abfedern der höheren Beschaffungspreise zurückgreifen. Beim Berechnen des neuen Tarifs wurde unter anderem der Wegfall des Sportzentrums Tägerhard berücksichtigt und ein leichter Rückgang beim Stromabsatz. Die beiden weiteren Strompreiskomponenten, Netznutzung und gesetzliche Abgaben, bleiben im Vergleich zum Energiepreis nahezu unverändert. «Trotz einer umsichtigen Strombeschaffungsstrategie muss das EWW die massiv höheren Energie-Marktpreise an die Kunden weitergeben», heisst es weiter.

Baden: Aufschlag von 5 Prozent

Die stark gestiegenen Grosshandelspreise auf dem Energiemarkt haben auch für die Kundinnen und Kunden der Regionalwerke AG Baden (RWB) Auswirkungen. Wie die Energie- und Wasserversorgerin mitteilt, resultiert im Durchschnitt über alle Kundensegmente der RWB gerechnet ein Strompreisanstieg von rund fünf Prozent. Konkret: Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 kWh wird im nächsten Jahr rund 31 Franken mehr beziehungsweise 2,60 pro Monat für Strom bezahlen müssen. Durch eine vorausschauende Beschaffungsstrategie sei es den RWB gelungen, den starken Preisanstieg auf dem Energiemarkt abzudämpfen, heisst es weiter. (AZ)