Fislisbach
23'000 Franken gefunden: Bauamtsmitarbeiter warten auf Dankeschön

Die Mitarbeiter des Bauamts von Fislisbach, die Ende Janaur auf offener Strasse 23'000 Franken gefunden hatten und der Polizei ablieferten, haben bis heute nichts von dem rechtmässigen Besitzer des Geldes gehört.

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Hier hat Michael Huber das Geld gefunden

Hier hat Michael Huber das Geld gefunden

Tele M1

Am 20. Januar dieses Jahres hat Michael Huber, der stellvertretende Baumamtsleiter von Fislisbach, einen aussergewöhnlichen Fund gemacht. Beim Schneepflügen auf der Birmenstorferstrasse, in der Nähe des Entsorgungsplatzes, entdeckten er und seine Kollegen zwei herrenlose Taschen.

Der Inhalt: Ein Rasierapparat, Hosen, eine T-Shirt, eine Orange, zahlreiche A4-Blätter - und 23 Tausendernoten. Pflichtbewusst brachten Huber und seine Mitarbeiter die Taschen der Polizei.

Polizei hat Besitzer gefunden

Diese hat in der Zwischenzeit, nach längeren Nachforschungen, den rechtmässigen Besitzer des Geldes ausfindig machen können, wie Radio Argovia berichtet. Nur: Bei Michael Huber hat sich der Mann bisher noch nicht gemeldet.

«Es ist enttäuschend, dass wir bis jetzt von dem Besitzer des Geldes noch nichts gehört haben und weder ein Dankeschön, noch sonst etwas erhalten haben», sagte Huber gegenüber Radio Argovia.

Obwohl die Verlockung sicher gross war, das Geld zu behalten, würde Huber heute wieder gleich handeln. «Ehrlichkeit währt am längsten», sagt er. «Ich wäre auch froh, wenn ich etwas, das ich verloren habe, wieder zurückbekommen würde.»

Hoffnung nicht aufgegeben

Warum der Mann die Taschen mit dem Geld in Fislisbach auf offener Strasse deponiert hat, will die zuständige Staatsanwalt nicht bekannt geben. Auch Huber weiss es bis heute nicht, noch kennt er den Besitzer des Geldes. Dennoch hat er die Hoffnung, dass sich der Mann noch meldet, nicht aufgegeben. «Vielleicht besinnt sich die Person ja, uns doch noch ein Dankeschön zu schicken», sagt er.

Gemäss Artikel 722 des Zivilgesetzbuches, Absatz 2, hat eine Finder «Anspruch auf Ersatz aller Auslagen sowie einen angemessenen Finderlohns» - üblich sind 10 Prozent des gefunden Geldbetrages. (bau)

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