Würenlos
250000 Franken für die neue Planung

Die Gemeindeversammlung Würenlos soll sich einmal mehr mit der Planung im Dorfzentrum befassen. Ziel ist, das Zentrum auszuwerten. Gleichzeitig ist eine Nachfolge für das Alterszentrum festzulegen.

Dieter Minder
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Einmal mehr soll die Pläne für die Zentrumswiese überarbeiten werden. Dieter Minder

Einmal mehr soll die Pläne für die Zentrumswiese überarbeiten werden. Dieter Minder

«Der Gemeinderat will einen weiteren Anlauf unternehmen, das Dorfzentrum aufzuwerten und den Standort für das Alterszentrum definitiv festzulegen», lautet der 1. Satz zum Traktandum 4 der Gemeindeversammlung. Voraussetzung dafür ist, dass an der Gemeindeversammlung ein Projektierungskredit von 250000 Franken bewilligt wird.

Beschwerden sind noch hängig

Seit 2007 gilt für das Areal der Masterplan Zentrum Würenlos. Sein Kerngebiet ist die Zentrumswiese und er wird begrenzt von der Landstrasse, der Dorfstrasse und dem Furtbach. Für das Gebiet gelten zudem sechs kommunale Planwerke. Der Zonenplan stammt aus dem Jahr 2002, wobei gegen die Änderungen von 2008 noch Beschwerden hängig sind. Zudem sind fünf Sondernutzungspläne massgebend. Der älteste, der Überbauungsplan Dorfstrasse, stammt aus dem Jahre 1955. Der Gestaltungsplan Dorfzentrum ist ebenfalls noch in Arbeit, da gegen ihn verschiedene Einwendungen erhoben wurden. Ebenfalls noch nie zu einem Abschluss ist das Projekt Altersheim gekommen, das auf der Zentrumswiese gebaut werden sollte.

Nachfolger für Ikarus gesucht

Mit grossem Aufwand hatten die Würenloser unter dem Namen Ikarus ein Alterszentrum geplant. Das Projekt vermochte jedoch nicht zu befriedigen. Eine Arbeitsgruppe hat das Thema nun neu aufgerollt und Vorschläge ausgearbeitet. Diese Initiative aber auch weitere Bedürfnisse bewogen den Gemeinderat, das Projekt weiter zu verfolgen. Offen ist auch noch, was mit der Zentrumsscheune passieren soll. Sie ist die Favoritin für das Kulturzentrum der Gemeinde.

Zusammen mit der Arbeitsgruppe will der Gemeinderat die Planung im Zentrum weiterführen. Dazu sollen vorerst Rahmenbedingungen und Bedürfnisse geklärt werden. Auf diesen Grundlagen will der Gemeinderat dann den Masterplan Zentrum anpassen. In einem weiteren Schritt soll entschieden werden, wie es mit dem Gestaltungsplan Dorf weiter gehen soll. Falls die Gemeindeversammlung den Kredit von 250000 Franken bewilligt, soll die Planung unter Leitung des Gemeinderates geschehen, heisst es in der Gemeindeversammlungsbroschüre. Die Arbeiten hat der Gemeinderat unter die Worte Entflechtung, Überarbeitung und Neuplanung gesellt. Den Architekten Liechti Graf Zumsteg aus Brugg hat er bereits den Auftrag erteilt, Variantenstudien für das neue Alterszentrum auszuarbeiten. Dabei sollen die angrenzenden Liegenschaften Post, Rössli, Zentrumsscheune und Brunner einbezogen werden.

Gemeindeversammlung: 4. Dezember,
20 Uhr, Mehrzweckhalle.

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