Untersiggenthal
30 Franken pro Bienenvolk: Wie Untersiggenthal die Imker pflegt

Damit es in Untersiggenthal Bienen gibt, greift die Gemeinde den Imkern und Imkerinnen finanziell etwas unter die Arme. Pro Bienenvolk zahlt sie 30 Franken. An Bienen mangelt es der Gemeinde nicht.

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Bienenvolk

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Keystone

Untersiggenthal tut was für seine Bienen bezwiehungsweise für die Einwohner und Einwohnerinnen, die welche halten. Pro Bienenvolk bezahlt die Gemeinde den Imkern und Imkerinnen 30 Franken. «Wir brauchen die Bienen», begründet Frau Gemeindeammann Marlène Koller die Massnahme. Die Gemeinde hoffe, dass dank dieser «Anerkennung» der eine oder andere dabei bleibe oder sich zumindest Nachfolger finden liessen.

Ganz fruchtlos scheint die Massnahme nicht. In Untersiggenthal sind die Bienen nicht vom Aussterben bedroht, weil es an Imkern und Imkerinnen fehlt. Im Gegenteil: Ihre Zahl hat in letzter Zeit gar zugenommen. Im letzten Jahr registrierte die Gemeinde 10 Bienenzüchter, zwei mehr als im Jahr zuvor. Und auch die Zahl die Völker hat zugenommen - von 68 auf 80. Mit anderen Worten: Untersiggenthal hat für die Bienenpflege 2400 Franken ausgegeben.

Ganz neu sind diese Unterstützungsbeiträge nicht. Es gibt sie schon seit Jahren, wie Koller sagt. Weitere Gemeinden, die etwas Ähnliches machen, kennen die Untersiggenthaler Behörden nicht.

Bekannt ist diese Erhaltungs-Anreize im Aargau hingegen in anderen Bereichen. So etwa bei Hochstamm-Obstbäumen. Da bekommen Bauern heute pro Jahr bis zu 500 Franken, wenn sie Hochstamm-Bäume pflanzen beziehungsweise pflegen. (rsn)