Region Baden
30 Kandidaten fürs Parlament: Die CVP setzt auf Bisherige, Junge und Rückkehrer

Die CVP-Bezirkspartei geht mit der maximal möglichen Anzahl von 30 Kandidatinnen und Kandidaten ins Grossratsrennen.

Martin Rupf
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Roland Kuster
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CVP-Kandidaten fürs Kantonsparlament
Simon Binder
Reto Schmid
Carlo Possenti

Roland Kuster

ZVG

Am 23. Oktober wählt der Aargau ein neues Parlament. 140 Sitze sind zu vergeben, davon entfallen 30 Sitze auf den Bezirk Baden. Marianne Binder, bis am Mittwochabend noch Präsidentin der Bezirkspartei und selber Grossrats-Kandidatin, zeigt sich erfreut, dass die CVP mit der vollen Anzahl Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen steigen kann. «Das war unser oberstes strategisches Ziel.» Ebenfalls ein Ziel ist es, dass die CVP ihre fünf Sitze im Bezirk Baden wird halten können. Vor vier Jahren verlor man mit der Abwahl von Guido Weber einen Sitz. Zusammen mit dem Sitzverlust im Bezirk Rheinfelden musste die CVP im Kanton zwei Sitzverluste hinnehmen und kommt heute im Grossen Rat noch auf 19 CVP-Grossräte.

Die Kohlen für die CVP sollen dieses Jahr diese vier Bisherigen aus dem Feuer holen: Peter Voser (Killwangen, Fraktionschef CVP Aargau), Marianne Binder-Keller (Baden, Präsidentin CVP Aargau), Edith Saner (Gemeindeammann Birmenstorf) und Markus Dieth (Gemeindeammann Wettingen). Letzterer hat aber intakte Chancen, als Nachfolger von Regierungsrat Roland Brogli gewählt zu werden. Einzig Andreas Senn (Würenlingen) tritt nicht mehr an. «Ich bin jetzt 20 Jahre, also fünf Legislaturen, im Grossrat gewesen und habe es immer gerne getan.» Doch jetzt sei die Zeit gekommen, das Zepter an neue, frische Kräfte zu übergeben, so Senn. Unter den Namen, die bereits früher bei Grossratswahlen angetreten sind, figurieren einige bekannte.

So etwa Susanne Voser, Gemeindeammann von Neuenhof und am Nominationstag zur neuen Präsidentin der Bezirkspartei gewählt. Unter anderem treten Matthias Gotter (Stadtrat Baden), Markus Mötteli (Gemeinderat Spreitenbach) oder etwa Roland Michel (Parteipräsident der CVP Wettingen) an. Auch der Badener Apotheker Thomas Strasky, Silvia Schorno (Geschäftsleiterin Baden Regio) oder die ehemalige Künter Gemeinderätin Cécile Kohler steigen nochmals ins Rennen.

In der Rubrik «Neu Kandidierende» stechen vor allem vier Namen ins Auge. Es sind dies Reto Schmid, der von 2008 bis 2013 Stadtrat von Baden war und jüngst die Schliessung seines Möbelgeschäfts Form+Wohnen bekannt geben musste. Auch Roland Kuster,
Gemeinderat von Wettingen, tritt zum ersten Mal an. Daneben setzt die CVP-Bezirkspartei auf junge Kräfte. So treten mit Simon Binder, Sohn von Marianne Binder-Keller, und Carlo Possenti die beiden Co-Präsidenten der Stadtpartei an.