Mit der Vorführung der Siegerfilme ging Fantoche am Sonntagabend zu Ende. In sechs Kinosälen wurden an fünf Tagen 12 Langfilme und 205 Kurzfilme aus 34 Ländern gezeigt.Prominente Programme wie der «Internationale Wettbewerb», der «Schweizer Wettbewerb» oder Langfilme wi «Le chat du rabbin», «The Prodigies», «Une vie de chat», «The Great Bear» aber auch der animierte Dokumentarfilm «The Green Wave» waren regelmässig ausverkauft.

Gut 34000 Zuschauer und Zuschauerinnen fanden dieses Jahr den Weg nach Baden - ein neuer Rekord. Das Festival, das dieses Jahr zum letzten Mal von Duscha Kistler verantwortet wurde, hat damit endgültig als die Trickfilmadresse etabliert.

Hauptpreise an OReilly und Friedli

Zum Schluss wurden am Sonntag die Preise verteilt. Gewinner im internationalen Wettbewerb ist «The External World» von David O'Reilly, den man sich auf dem Vimeo-Kanal des Regisseurs auch nach Fantoche noch ansehen kann. Im Schweizer Wettbewerb sowie den NAB-Publikumspreis in der internationalen Konkurrenz gewann verdient «Bon voyage» von Fabio Friedli. Der 25-jährige Trickfilmer machte bereits mit seinem Film «Heimatland» international auf sich aufmerksam - beide Filme befassen sich mit Migration. «Borderline» des 30-jährigen Dustin Rees erhielt den Publikumspreis im Schweizer Wettbewerb.

Übrigens: Wie es um den Schweizer Animationsfilm heute steht und wie er sich entwickelt hat, hat Christian Gasser in seinem neuen Buch «animation.ch» (Benteli Verlag) untersucht. Ein heisser Tipp für alle, welche auch nach Fantoche noch eine Weile in der Magie des Animationsfilms bleiben möchten. (eba/rsn)