Gebenstorf
4900-Seelen-Gemeinde braucht bis 2035 Platz für weitere 2000 Einwohner

Die geplante Bau- und Nutzungsordnung von Gebenstorf sieht neue Wohnzonen in drei Gebieten vor. 2,5 Hektaren sollen zu neuem Bauland werden, sagt Ammann Rolf Senn. Grund ist das Bevölkerungswachstum, das der Kanton voraussieht.

Pirmin Kramer
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Der Charakter des Dorfes soll trotz Wachstum nicht ändern, sagt Gemeindeammann Rolf Senn.

Der Charakter des Dorfes soll trotz Wachstum nicht ändern, sagt Gemeindeammann Rolf Senn.

Archiv/WAL

4891 Menschen leben derzeit in Gebenstorf. Im Jahr 2035 werden es voraussichtlich laut Kanton rund 7000 sein. Der Gemeinderat hat sich Gedanken zur Frage gemacht, wo diese neuen Einwohner wohnen könnten, und kam zu Schluss: Einige Flächen Gebenstorfs sollen in Wohngebiete umgezont werden. «Rund 2,5 Hektaren neues Bauland sollen entstehen», erklärt Gemeindeammann Rolf Senn auf Anfrage.

Die Entwürfe der neuen Bau- und Nutzungsordnung, die bald öffentlich aufliegen werden, sehen Einzonungen in den Gebieten Laubisloo, Schanz und Oberriedwies vor. «Damit wir einwohnermässig wachsen können, werden in diesen Gebieten wohl keine Einfamilienhäuser, sondern Mehrfamilienhäuser Vorschrift sein.» Der Charakter des Dorfes, das Dorfbild soll aber nicht ändern, sagt Rolf Senn.

Es bestehe bei Bevölkerungswachstum die Gefahr, dass die Infrastruktur nicht Schritt halten könne. «Besonders beim Schulraum und beim Verkehr werden wir vorausschauend planen müssen.» Die Wachstumskurve soll konstant verlaufen – idealerweise würden im Jahre 2020 in Gebenstorf 5500 Menschen leben, sagt Senn.

«Auch die Gemeinde profitiert»

Einige Gebenstorfer Landbesitzer werden durch die Einzonungen eine schöne Stange Geld verdienen. «Doch auch die Gemeinde profitiert, denn bei den Einzonungen müssen die neuen Baulandbesitzer eine Mehrwertabgabe von 30 Prozent leisten.»

Neben neuen Wohnzonen beabsichtigt der Gemeinderat, auch neue Gewerbezonen zu schaffen, etwa im Geelig sowie in den bestehenden Industriezonen, beispielsweise beim BAG-Areal.

Bevor die neue Bau- und Nutzungsordnung rechtskräftig wird, muss sie jedoch noch diverse Hürden nehmen. Ab dem 28. März liegen die Entwürfe einen Monat lang auf, Änderungen können beantragt werden. Danach müssen sowohl der Kanton als auch die Gemeindeversammlung noch grünes Licht geben.

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